Grünen Fraktionsvorsitzende bemängelt Service

Missstände an S-Bahn-Station in Dietzenbach

Dietzenbach - Die Grünen Fraktionsvorsitzende Andrea Wacker-Hempel macht ihrem Ärger über den Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) und die Situation an den Dietzenbacher S-Bahn-Haltestellen Luft. Ihre Intention: „In Dietzenbach muss seitens des RMV was getan werden, die Missstände müssen beseitigt werden.“

Alle Jahre wieder, so könne der Titel der immer wiederkehrenden Meldung nach Wacker-Hempel lauten, die in den vergangenen Tagen in der Presse stand: Fahrpreiserhöhung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. „Alle Jahre wieder erhöht der RMV die Preise und alle Jahre wieder werde der mangelnde Service für die Fahrgäste und Nutzer der S-Bahn gerade in Dietzenbach kritisiert“, sagt die Politikerin. Und alle Jahre wieder komme das Versprechen, dass sich alles ändere.

Nichts geändert habe sich etwa an der ausgefallenen Fahrgastinformationstafel vor dem Dietzenbacher Bahnhof, „nun bleibt auch noch seit Kurzem die Information am Bahnsteig, ob der Zug pünktlich ist oder auch nicht, dunkel“, bemängelt Wacker-Hempel. Nicht jeder habe ein Smartphone und könne sich über die aktuellen Abfahrzeiten beziehungsweise die Verspätungen informieren. „Es ist einfach ärgerlich, wenn man am Bahnhof steht und es nicht klar ist: Kommt die Bahn oder nicht? Und wenn sie kommt, wann?“ Wer vorne, unweit der Bushaltestelle stünde, der könne die „spärlichen Ansagen“ vielleicht gerade so noch verstehen. Wer weiter hinten am Bahnsteig warte, habe Pech, „denn dort gibt es weder einen Lautsprecher noch eine Fahrgastinformation.“

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So nagen nicht nur die ständigen Verspätungen der vergangenen Wochen an den Nerven der Fahrgäste, zu denen auch die Dietzenbacher Grünenpolitikerin gehört, sondern auch das „fehlende Feingefühl beim Service“, lasse so machen schon am frühen Morgen mit dem RMV hadern.

„Fahrpreiserhöhung, kaum oder keine Informationen am Bahnsteig, oft verdreckte Bahnen und ein Umfeld um die Haltestationen, das sehr ungepflegt ist, sind nicht gerade eine gute Werbung für die öffentlichen Verkehrsmittel“, konstatiert Andrea Wacker-Hempel. Ihr Unmut steigert sich noch, wenn in den Sommerferien die lange angekündigte und auch notwendige Sperrung des S-Bahntunnels dazu kommt und die Fahrten sicherlich auch nicht immer reibungslos verlaufen. „Kundenzufriedenheit könnte so einfach sein, wenn Sauberkeit und Information kein Fremdwort wären, dann wären die Zugausfälle oder Verspätungen zwar nicht erfreulich, aber einigermaßen erträglich“, resümiert sie. (ch)

Beispiele aus dem neuen RMV-Preissystem

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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