Ein Hohelied auf die Zukunft

Musikreihe „Swing und mehr“ zelebriert 100. Veranstaltung

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Die neunköpfigen „Swing und mehr“-Allstars geben zur 100. Veranstaltung alles.

Dietzenbach - Klappe, die 100. – die Jubiläumsveranstaltung, der weit über die Grenzen der Stadt hinweg bekannten Musikreihe „Swing und mehr“, wusste ihre Gäste bestens zu unterhalten, musikalisch wie auch visuell. Von Matthias Towae 

„Swing und mehr“ zum Hundertsten: Das ist nicht mal eben sechs Stunden wahllos und flugs aus dem Hut gezaubertes Programm im Wintergarten des Hotels „Artrium am Park“. Sondern einmal mehr ausgewählte Musik in einem beschwingten Rahmen – für die zahlreichen Gäste und deren Erwartungshaltung, aber konsequenterweise auch für den bekannten Ruf, den es zu wahren gilt. Ein immenser Aufwand hinter der Bühne sozusagen, der im Zusammenspiel der beiden Veranstalter und Organisatoren Monika Reichenbach und Manfred „Jessy“ Lehr Monat um Monat gestemmt wird. Und das, wie berichtet, seit knapp neun Jahren. Der Geburtstag der Veranstaltungsreihe datiert konkret vom 12. September 2007. Zunächst im Musiklokal „Zum Hügeleck“ beheimatet, dann nach einem weiteren Zwischenschritt in besagte und Atmosphäre atmende Lokation Anfang 2013 übergesiedelt, hat sich „Swing und mehr“ kontinuierlich entwickelt.

So viel Engagement und Herzblut für eines der kulturellen Aushängeschilder der Kreisstadt sind denn auch am Stadtoberhaupt nicht vorübergegangen. Bürgermeister Jürgen Rogg würdigte schließlich diesen Einsatz Reichenbachs und Lehrs mit warmen Worten und mit für Erfrischung sorgenden „Dietzenbach(er) Bembeln“. Reichenbach zeigte sich angesichts des Zuspruchs zu der Jubiläumsveranstaltung sichtlich zufrieden: „Die Leute sind begeistert“. Das Wetter spielte ihr und Lehr zudem in die Karten: schön, wenn auch wohl etwas schwül. Die feuchte Stirn, sie gehörte bei diesem Ereignis nun einmal dazu. Die Künstler, die im sonnenverwöhnteren Bereich standen, kamen unterdessen gehörig ins Schwitzen, gaben aber auch alles.

Im Parkareal bestaunen die Gäste ausgestellte Oldtimer.

Insbesondere die neunköpfigen „Swing und mehr“-Allstars mit Sänger Peter Petrel als Zugpferd, allesamt Profimusiker, die speziell für diesen Tag arrangiert worden sind, spielten insgesamt zwei Stunden mit einstündiger Erholungspause dazwischen. Während derselben spielten „Big T – Music at its best“ und Sängerin Irmela Senkbeil und ihr Begleiter am Piano, Wolfgang Wenzel, enterten ebenfalls die Bühne. Der Veranstaltung voraus ging eine Planung von einem Jahr. Ausgebucht sind die Künstler bis Ende 2017. Keine Selbstverständlichkeit, doch bei „Swing und mehr“ schon: „Die Künstler nehmen mit uns Kontakt auf, nicht andersrum“, so Reichenbach, die zudem den Sponsoren herzlich dankte und nicht zuletzt auch ihrer Familie, von der sie von Anfang an Unterstützung erfährt. Eine weitere Besonderheit verkündete sie obendrein mit einem Lächeln: „Es hat sich offiziell ein Fanclub um ,Swing und mehr’ gegründet.“

Bilder: Zum 100. Mal „Swing und mehr“ in Dietzenbach

Das Ambiente, die Künstler, die Musik, die Stimmung, das Drumherum mit den dem Wintergarten angeschlossenen Parkareal und den dort präsentierten Oldtimern, das alles gab eine besondere Melange, ging eine Korrespondenz miteinander ein. Die Jubiläumsveranstaltung, sie ist kein großer Abgesang gewesen, auf das, was gewesen, sondern ein Hohelied auf das, was die Zukunft bringen wird.

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