Ärger über Wegfall des Fußgängerüberwegs

Neue Schilder an Limesstraße verwirren Anwohner

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Die Zebrastreifen-Schilder sind trotz Verhüllung deutlich sichtbar. Bei Anwohner hatten die neu aufgestellten Schilder für Verwirrung gesorgt, da die Zebrastreifen erst entfernt und durch Querungshilfen ersetzt worden sind.

Dietzenbach - Kaum ist der Zebrastreifen auf der Limesstraße weg, weisen Schilder auf solch einen hin. Die Stadt erklärt den Irrtum. Von Norman Körtge 

„Das ist doch ein Schildbürgerstreich“, platzt es förmlich aus Martina Ockel heraus. Dass der Steinbergerin die Gesamtsituation an der Limesstraße überhaupt nicht gefällt, wird schnell deutlich. Doch die aktuelle Entwicklung hat für sie das Fass zum Überlaufen gebracht. Grund für Ockels Unmut sind kürzlich aufgestellte Verkehrsschilder in Höhe der Otto-Lehr-Sport-Anlage, die Autofahrer auf Zebrastreifen hinweisen sollen. Die Schilder sind allerdings offenbar kurz nach dem Aufstellen mit blauen Müllsäcken wieder verhüllt worden. Das Kuriose: Der einst an dieser Stelle befindliche Zebrastreifen ist, wie berichtet, erst vor wenigen Wochen entfernt worden. Dafür sind in der Mitte der Fahrbahn sogenannte Querungshilfen errichtet worden. „Was denn nun – Zebrastreifen oder nicht?“, fragt Ockel.

Zur Aufklärung trägt schließlich die Pressestelle der Kreisstadt auf Nachfrage bei: Es sei schlichtweg ein Fehler. Die Verkehrszeichen „Fußgängerüberweg“ seien dort fälschlicherweise durch die beauftragte Firma aufgestellt worden. Eigentlich hätten dort die dreieckigen Verkehrsschilder „Achtung Fußgänger“ montiert werden sollen. Da der Austausch nicht sofort vorgenommen werden konnte, wurden die Zebrastreifen-Schilder behelfsmäßig überdeckt. Zudem erinnert die Stadt daran, dass der Zebrastreifen an dieser Stelle entfernt wurde, da dieser in Tempo-30-Zonen unzulässig sei. Zugleich weist die Stadt daraufhin, dass an den nun errichteten Querungshilfen Fußgänger keinen Vorrang haben. Diese dienen lediglich dazu, dass die Straße besser überquert werden kann, da man sich nur auf eine Fahrtrichtung konzentrieren muss. Dies solle insbesondere Schulkindern das Überqueren der Straße erleichtern.

Doch gerade diese Situation ist es, die Martina Ockel aufregt. Bei einem Zebrastreifen müssten die Autofahrer anhalten. „Die kommen mit 50, 60 Sachen aus der S-Bahnn-Unterführung hoch und können jetzt einfach weiterrasen“, hat sie beobachtet.

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