Lagerfeuer, Riesen-Twister, Diabolospielen:

Pfadfinder von St. Martin feiern 30-jähriges Bestehen

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Die Pfadfinder von St. Martin treffen sich jeden Donnerstag.

Dietzenbach - Mit einem Fest haben die Pfadfinder vom Stamm St. Martin ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei schwelgten sie auch in Erinnerungen. Von Sascha Dreger 

„Der Zusammenhalt und die gemeinsamen Aktionen sind einfach super“, beschreibt Laura Krauß ihre Erfahrungen beim katholischen Pfadfinderstamm St. Martin. Die Neugier hat sie vor sechs Jahren angelockt, und die wöchentlichen Gruppenstunden haben ihr von Beginn an Spaß gemacht: „Ich bin einfach gerne draußen, und am liebsten mache ich Lagerfeuer“, sagt die 14-jährige Schülerin. Im Frühjahr 1986 gründete sich der Dietzenbacher Stamm als Mitglied im Verband der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Zahlreiche ehemalige und aktive Pfadfinder des momentan rund 120 Mitglieder zählenden Stammes feierten am Wochenende das 30-jährige Bestehen im großen Zelt, der sogenannten Großjurte, im Garten hinter der katholischen Kirche St. Martin an der Offenbacher Straße.

Beim geselligen Beisammensein gibt es viele Gespräche, sowohl über vergangene Zeiten als auch zu aktuellen Aktionen. „Ach schau mal hier, weißt Du noch...?“, ist beim gemeinsamen Ansehen der zahllosen Bilder auf den Tischen oft zu hören. Was zeigt, dass sie in den vergangenen Jahren viel zusammen erlebt haben. „Mehrfach im Jahr organisieren wir kleinere Zeltlager und einmal jährlich ein großes Stammeslager“, erläutert Ilona Neis, die gemeinsam mit Dominik Jünger den Stammesvorstand bildet. Dieses Jahr ging es, wie berichtet, zum großen Lager nach Schweden.

Seit 2004 nimmt der Stamm auch an den vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisierten Sozialaktionen „72 Stunden“ teil. So haben die Pfadfinder etwa geholfen, die sogenannte Klagemauer zu verschönern, den Planschbeckenbereich im Waldschwimmbad zu erneuern oder die Kinder- und Jugendfarm an der Schilflache mit aufzubauen.

Jeden Donnerstag treffen sich die verschiedenen Altersstufen zu Gruppenstunden. Der Treffpunkt ist je nach Gruppe im katholischen Gemeindezentrum St. Martin, im Jugendcafé „Wolke 7“ im Hildegardishaus oder auf dem Pfadfindergelände am Hexenberg. „Wer Lust hat, reinzuschauen und mitzumachen, ist immer herzlich willkommen bei uns“, sagt Neis. Mit acht Jahren kann es losgehen. Die Jüngsten beginnen als „Wölflinge“, mit zehn Jahren wechseln sie dann zu den „Jungpfadfindern“. Ab 13 Jahren sind sie „Pfadfinder“, und ab dem 16. Lebensjahr werden sie „Rover“. „Bei uns gibt es immer viel Neues zu entdecken, und wir versuchen, so oft wie möglich, draußen zu sein“, erklärt Neis weiter.

Mit dem 10-Uhr-Gottesdienst startet der Tag im großen Zelt, in das diesmal auch Pfadfinderinteressierte eingeladen sind. Wer mag, übt sich am Diabolo, tobt sich bei Bewegungsspielen wie etwa dem Riesen-Twister aus oder beweist seine Treffsicherheit beim Baumstammnageln. Wer es ruhiger angehen möchte, setzt sich ans Feuer, backt Stockbrot oder genießt einen Kaffee zum großen Kuchenbüfett. „Mir hat das Diabolospielen am besten gefallen“, sagt Jonas, nachdem er gemeinsam mit Mama Sabine geduldig Stockbrot gebacken hat. „Ich will auf jeden Fall zu den Pfadfindern“, ist der Sechsjährige überzeugt. Rund zwei Jahre muss er noch warten, steht aber als neues Stammmitglied bereits fest in den Startlöchern.

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