SC Steinberg baut Vereinsdomizil um

650.000-Euro-Projekt nimmt Fahrt auf

Dietzenbach - Die Verantwortlichen des SC Steinberg scharren mit den Hufen und verkünden heiß ersehnte Nachrichten: Die Genehmigung für Umbau und Modernisierung des Vereinsdomizils auf der Otto-Lehr-Sportanlage liegt vor – schon bald soll das Areal zur Baustelle werden. Von Holger Borchard

Jetzt wird’s spannend beim Sport-Club: Rund ums Vereinsheim sollen trotz Ferienzeit so schnell es geht Bauarbeiter anrücken und die überfällige Modernisierung in die Wege leiten. Bei weiter laufendem Sportbetrieb plant der Klub Folgendes:

  • Umbau der Gaststätte inklusive Neubau eines Biergartens
  • Neubau sanitärer Einrichtungen im Untergeschoss des Vereinsheims
  • Neubau einer Geschäftsstelle auf dem Sportgelände
  • Neugestaltung eines Vereinsraums

„Die Baugenehmigung liegt seit zwei Wochen vor“, berichtet SC-Vorsitzender Bernd Fenchel. Nach zähflüssigem Start des Planungs- und Genehmigungsprozesses zum Jahresbeginn sei „jetzt endlich Zug drin – auch dank der Behörden“, freut sich Fenchel. Der beauftragte Architekt habe grünes Licht, die Ausschreibungsunterlagen für Hoch- und Tiefbau sowie Elektro und Sanitärarbeiten zu erstellen – „wenn er so weit ist, beginnt die Ausschreibung“, skizziert der Vorsitzende den Ablauf. Wichtig ist ihm dabei schon einmal folgende Anmerkung: „Wann immer es bei in etwa gleichen Angeboten möglich ist, wollen wir lokale, beziehungsweise regionale Firmen als Partner.“

Der Grundsatzbeschluss für das Großprojekt steht – er wurde einstimmig im November 2015 eingeholt“, erinnert Fenchel. Rund 650.000 Euro wird der SC Steinberg in die Hand nehmen müssen. „Der Verein bringt etwas über 100.000 Euro an Eigenmittel ein, dazu rechnen wir mit Zuschüssen in Höhe von circa 120.000 Euro. Den Rest müssen wir uns leihen“, benennt Fenchel Finanzierungsdetails. In der Volksbank Dreieich habe der Verein den optimalen, flexiblen Finanzierungspartner an der Seite. Geht die Rechnung des Vorstands auf, wird der SC den benötigten Kredit innerhalb von 15 Jahren tilgen. Planungssicherheit gebe unter anderem ein dank des mit der Stadt geschlossenen Erbbaurechtsvertrags für das Gelände langfristig gesicherter Betriebskostenzuschuss.

Tempelsee siegt klar gegen Steinberg

Dreh- und Angelpunkt des Sanierungskonzepts ist eine neue Gastronomie. „Die Gaststätte ist seit 2014 verwaist, damit fehlt unserem Verein der Mittelpunkt“, sagt Fenchel. Bei der Gaststätte sei es nicht nur mit Renovieren getan; vielmehr habe der Verein einen Gastro-Experten engagiert, der ein konzeptionelles Gutachten erstellte. „Wenn du nicht mit Lage punkten kannst, wie das bei uns der Fall ist, dann müssen der Wirt und sein Konzept sich vom gastronomischen Allerlei abheben“, betont Fenchel.

Ein wesentlicher Punkt sei, den künftigen Betreiber frühzeitig in der Gestaltung einzubeziehen. Interessenten hätten sich bereits gemeldet, verrät der Vorsitzende, doch getreu dem Motto „Drum prüfe, wer sich ewig bindet...“ stehe die Tür für jeden potenziellen Pächter offen. Wir freuen uns über weitere Interessensbekundungen“, sagt Fenchel. Kontakt per E-Mail: bernd. fenchel@sc-steinberg.de, telefonisch unter 0172/6720590. Eine vertragliche Übereinkunft mit dem künftigen Gaststättenbetreiber soll nach Vorstellung des Vorstands in spätestens zwei Monaten zustande gekommen sein. „Unser Ziel ist schließlich, dass die Gaststätte mit Beginn der Fußball- und Tennissaison im Frühjahr nächsten Jahres, sprich zum 1. März 2017 öffnen kann.“

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