Kreisstadt ehrt erfolgreiche Sportler mit einer Feier

Bühne frei für 90 Athleten

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Turnerinnen der TG: Die Mädchen sind Gaumeister in der Mannschaftswertung im Geräte-Vierkampf geworden. Dafür gab’s bei der Sportlerehrung Urkunden.

Dietzenbach - Die alljährliche Sportlerehrung im Bürgerhaus-Capitol hat erneut ein Schlaglicht auf auszeichnungswürdige Leistungen geworfen, die Vereinsaktive regional wie auch überregional erbracht haben. Von Matthias Towae

Eins ist sozusagen das Folgeprodukt des andern. Nicht zwangsläufig – im Fall der 90 Geehrten indes schon. Ohne Sportlerherzen, die für die jeweiligen Disziplinen höher schlagen und mit deren Leidenschaft in Wettkämpfen die Titel geholt werden, wäre ein solcher Abend undenkbar. Die große Schar sportlich erfolgreicher Kinder und Jugendlicher wie auch Erwachsener zeugte von den großen Ambitionen aller. Davon, dass sie dafür brennen, sich und ihr Können mit anderen Wettstreitern zu messen.

Bürgermeister Jürgen Rogg lobte denn auch eingangs das „weiterhin hohe Niveau“ der Sportler und das „hohe Engagement der Ehrenamtlichen“. Peter Dinkel, Vorsitzender des Sportkreises Offenbach, dankte den zahlreichen Gästen wie auch Verantwortlichen der Stadt dafür, dass sie den Sportlern die Ehre erweisen. „Ich bin jetzt zum zehnten Mal dabei“, sagte der Funktionär. Er betonte: „Es ist immer wieder ein schöner Rahmen hier.“

Im Anschluss übergab Thomas Paliocha von der Volksbank Dreieich an Rogg einen symbolischen Spendenscheck über 3890 Euro zum Zweck der Vereinsförderung. Moderator Bernhard Kressin zettelte in dem zweistündigen Sportlerehrungsprogramm einen kleinen Frage-Antwort-Marathon an, bei dem er sich des Öfteren geschlagen geben musste. Insbesondere die jüngeren Sportler gingen wohl aus Schüchternheit nicht mit ihm in gewünschter Weise mit. Mit Charme meisterte der Moderator aber auch diese Momente.

Janis Gesing von der Turngemeinschaft (TG) stand Kressin jedenfalls als Austauschpartner zur Verfügung. Der Sportler habe den Hessenmeistertitel im Geräteturnen geholt, sagte Kressin. Gesing: „Ich habe in diesem Jahr mein Versprechen eingelöst und den ersten Platz gemacht.“ Neben dem Titel stand dem Sportler auch die Botschafterrolle für seine Disziplin gut: „Turnen ist eine gute Sportart für Körper und Geist“, warb Gesing.

Bilder: Sportlerehrung in Dietzenbach

Samantha Wendel von den Tell-Schützen belegte den dritten Platz bei den Hessenmeisterschaften in der Halle im Einzel der Bogenschützen (Junioren A) und betätigte sich ebenfalls als Botschafterin: „Das Geistige, die Konzentration ist wichtig“, stellte sie über ihre Disziplin fest. Man müsse sich voll und ganz auf das Ziel fokussieren, dürfe sich nicht ablenken lassen. Insbesondere für Jüngere sei der Sport gut. Ein unnötiger Gedanke und der Pfeil ist weg, beschreibt die junge Bogenschützin. Daneben komme es aber auch auf die Körperspannung an. Einen guten Schützen erkenne man an seiner Haltung: „Diese sieht schön aus“, schwärmte Wendel.

Brigitte Winkelmann, Tennis-Jugendwartin beim SC-Steinberg, schwärmte nicht minder für ihre Schützlinge, die in der Mannschaft Bambini-U8 Kreismeister geworden sind, darunter zwei Davis-Cup-Sieger: „Obwohl sie noch so jung sind, spielen sie besser als zwei oder gar drei Jahre ältere Spieler.“ Ein Lob für die Erziehungsberechtigten gab es von ihr obendrein: „Die Eltern lassen ihre Kinder hier noch spielen und sind nicht voller Ehrgeiz.“ Das Rahmenprogramm bereichert haben unter anderem 19 Schüler der Ballettschule Sim Aktel und die Mädchen-Tanzformation „Calida“ der TG.

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