Städtische Betriebe kommen mit Mähen kaum hinterher

Es wuchert wild am Wegesrand

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Die Wetterlage lässt das Grün in der Stadt nur so sprießen. Die Städtischen Betriebe kommen mit dem Stutzen kaum hinterher.

Dietzenbach - Der andauernde Regen und die schwülen Temperaturen sorgen für ein übermäßiges Wachstum bei Gräsern und Pflanzen. Einige Bürger reagieren mit Unverständnis auf ungemähte Wege und Grünflächen. Von Carolin Henneberg 

Die Grünstreifen und -anlagen in der Kreisstadt wachsen und gedeihen ganz fleißig. Die Natur freut’s, viele Bürger eher weniger. Ein Leser unserer Zeitung drückt seinen Unmut über die „ungepflegten Straßenränder“ aus: „Abgesehen von Dreck, Plastikflaschen, Dosen, Lumpen, Kartons und sonstigem Unrat“, sagt er, „sieht man zurzeit vor lauter hochgewachsenem Gras den Weg fast nicht mehr.“

Damit meint er das Stück zwischen der Idsteiner Straße und dem Glashüttener Weg, vor bis zur Kreuzung an der Offenbacher Straße (Foto). Das Gras sei so hoch, dass man nicht mal mehr sehe, wenn eine andere Person die Kurve entlang kommt. Sabine Rosenberg, Leiterin der Abteilung Grünflächen der Städtischen Betriebe, kennt die Probleme: „Durch die Witterung, also viel Regen und schwüle Temperaturen, wächst alles wie verrückt.“ Es sei daher nicht einfach, mit der Pflege hinterher zu kommen. Alle zwei bis drei Wochen würden die Grünflächen gemäht, „wobei verkehrskritische Stellen für uns immer Vorrang haben“.

Auch Unmut über die Vegetation an Spielplätzen – speziell jenem an der Friedensstraße – wird laut. So etwa im sozialen Netzwerk Facebook, wo eine Nutzerin schreibt: „Ist kein Zustand, alles voll mit Brennnesseln.“ Doch es gibt auch Gegenstimmen: „Als Kind hab’ ich in Gebüschen und auf Bäumen gespielt! Ist alles halb so schlimm! Ein bisschen Natur schadet niemandem!“ Genau wie die Grünflächen werden auch die Spielplätze im Abstand von etwa drei Wochen gemäht. „Außerdem kontrollieren wir die Spielgeräte und damit auch die Plätze wöchentlich“, sagt Rosenberg. „Wir versuchen unser Bestes, um Stück für Stück hinterher zukommen.“

Brände und Überschwemmungen nach Gewitter (mit Leserbildern)

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