Schwangere Tiere sollen nicht reisen

Anzeige für Zirkus Barus

Dietzenbach - „Vermeidbare Tragödie im Zirkus?“, fragt die Tierschutzorganisation Peta – und teilt mit, dass sie Anzeige gegen den Circus Barus gestellt hat, der seine Zelte an der Voltastraße aufgeschlagen hat.

Anlass ist der Tod eines Lamababys. „Gemäß der Tierschutzrichtlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dürfen hochschwangere und auch säugende Tiere ausdrücklich keinen Reisestrapazen im Zirkus ausgesetzt werden. Damit sollen gesundheitliche Gefährdungen wie beispielsweise Fehlgeburten minimiert werden“, begründet die Tierrechtsorganisation ihre Anzeige gegen die Zirkusverantwortlichen beim Veterinäramt des Kreises Offenbach.  Laut Angaben der Zirkusbetreiber seien in den vergangenen Wochen mehrfach Tierbabys bei Barus zur Welt gekommen. „Wir haben das Veterinäramt dazu aufgefordert, ein Strafverfahren gegen den Zirkus einzuleiten, um künftiges Tierleid zu unterbinden. Es ist eine gängige Masche der Zirkusbetriebe, mit Tierbabys Besucher anzulocken“, sagt Peter Höffken, Peta-Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche.

Dabei gingen die Unternehmen sogar mit hochschwangeren Tieren auf Reisen und setzten sie erheblichen Risiken aus – entgegen der ausdrücklichen Tierschutzbestimmungen. „Einmal mehr zeigt sich, dass Zirkusbetreiber die Tiere nur als Betriebskapital ansehen.“ hob 

Die schrägsten Tiere der Welt

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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