Turmfest begeistert drei Tage lang die Besucher

Große Party auf dem Wingertsberg

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Farbenprächtig leuchtet der Aussichtsturm

Dietzenbach - Musik, Sport, Kulinarisches und was fürs Auge: Das erste Turmfest der Kreisstadt lockte an drei Tagen etliche Besucher auf den Wingertsberg. Von Sascha Dreger 

„Die Aussicht ist grandios und der Turm ein echtes Unikat“, sagt Bürgermeister Jürgen Rogg: „Und das kann ruhig mal gefeiert werden.“ Zu Ehren des vor 15 Jahren zum Hessentag errichteten Wahrzeichens feierten die Dietzenbacher ein dreitägiges Fest auf dem Wingertsberg. Eine Rocknacht mit den Bands „Add-on´s“, „Roxone“ und den Skandinaviern „Wake The Nations“ läutete das Fest auf der großen Sportwiese auf dem TG-Gelände ein. DJ Tobias Jungermann sorgte zwischen den Auftritten dafür, dass die Partystimmung nicht abflaute. Nach der offiziellen Turmfesteröffnung am Folgetag durch Bürgermeister Jürgen Rogg und Ehrenbürgermeister Jürgen Heyer wurde es sportlich: Rund 30 Läufer traten zum – von Stadtmarketing Agentur und TG organisierten – 1. Dietzenbacher Turmlauf an. In vier Altersklassen unterteilt – zwischen zehn und 55 Jahren – liefen die Teilnehmer vom Hainer Pfad aus zum Turm, 119 Stufen hoch zur Plattform. Dort läuteten sie eine Glocke, die die Zeitmessung stoppte.

Am Schnellsten war Tim Stanzel, der für die Stadtwerke an den Start ging. In 32:21 Sekunden sprintete er zum Sieg. Die drei besten Läufer jeder Klasse erhielten jeweils eine Jahreskarte für das Waldschwimmbad. Die Stadtwerke hatten den Lauf gesponsert. Auf die Sieger wartete ein Glaspokal mit eingelasertem Aussichtsturm. In voller Montur und mit Sauerstoffflaschen beladen liefen auch neun Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit. Trotz 20 Kilo schwerer Extralast sicherte sich Max Bayerlein einen Pokal in seiner Klasse.

Bilder: Turmfest in Dietzenbach

Zur Feier ihres 130-jährigen Vereinsbestehens zeigte die TG zahlreiche Turnvorführungen und Tänze. Mit ihrer Choreografie begeisterte die Tanzgruppe „Calida“ auf der großen Bühne. Im Anschluss gab es einen Workshop der Hip-Hop Gruppe. Die Kleinen zog die Hüpfburg an, die Großen das Weindorf am Fuße des Turms. Auch wenn mancher Besucher erst Mut fassen musste, um den Turm – der sowohl auf den Gitterstufen als auch ganz oben stets den Blick in die Tiefe freigibt – zu besteigen, nutzten viele die Gelegenheit. Auch Dieter und Heike Gerbig aus Sprendlingen gingen hoch: „Im Vorbeifahren haben wir den Turm ja schon oft gesehen, heute haben wir den Anlass mal genutzt und genießen die Aussicht.“

Für musikalische Stimmung sorgten am frühen Abend die „Euro-Tops“. Währenddessen ein wahrer Höhepunkt: Mal in Rot, mal in Blau, mal in allen Regenbogenfarben gleichzeitig wurde der Turm mit einer Lichtinstallation in Szene gesetzt. „Wahnsinn“ und „Einfach toll, wie die das gemacht haben“ war etwa von der staunenden Menge zu hören. Gestern hieß es dann Familientag. Zum Frühschoppen spielte die Musikervereinigung. Die Stadtwerke feierten ihr 20-jähriges Bestehen. Für strahlende Kinderaugen sorgte etwa die Fahrt mit einem Müllauto – und das Kinderschminken. Die, die ihre Fingerfertigkeit beweisen wollten, waren beim Schmetterlinge- und Drachen basteln richtig. Geschicklichkeit war beim Wassertransportieren mit dem Schwamm und beim Lkw-Rennen gefragt.

Bilder: Turmfest in Dietzenbach (Teil 2)

Ein besonderes Geschenk, in Form einer großen Air-Track-Matte, überreichten Nadja Lubrich als Vertreterin der Stadtwerke und Petra Scondo von der Maingau Energie an die TG. Mit gekonnten turnerischen Leistungen, die sie in einer Vorführung zeigten, bewiesen die Kinder und Jugendlichen, was auf der Matte alles möglich ist. Und hatten somit gleich auch ein sportliches Dankeschön parat.

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