Vorfall im Circus Barus

Veterinäre untersuchen Tod des Lama-Babys

Dietzenbach - Der Tod eines Lama-Babys im Circus Barus und die daraus resultierende Anzeige der Tierschutzorganisation Peta rufen das Veterinäramt des Kreises auf den Plan. Von Holger Borchard

„Die Anzeige ist eingegangen“, bestätigt Kreis-Pressesprecherin Kordula Egenolf und beschreibt das nun folgende Prozedere: „Die Kollegen werden sich vor Ort umschauen, dabei besonderes Augenmerk auf die Tierhaltung legen und sich die so genannten Zirkusbestandsbücher zeigen lassen. “ Sofern es noch möglich sei, würden die Behördenmitarbeiter das tote Tier zur Untersuchung mitnehmen, um festzustellen, woran es gestorben ist. „Das ist die Routine“, unterstreicht Egenolf und merkt an, dass damit keine Schuldzuweisung einhergehe. „Der Zirkus hat sich ordnungsgemäß angemeldet, campiert seit Ende Juni an der Voltastraße und ist seither nicht negativ aufgefallen. “.

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Zirkus-Chef Marco Frank empfindet die Peta-Anzeige als Unding. „Ohne mit uns gesprochen zu haben, holt Peta wieder mal die Keule Zirkus gleich Tierquäler raus.“ Er und seine Familie hätten vier Tage und Nächte an der Seite des Jungtiers verbracht und seien „tieftraurig“ über den Verlust. „Das Lama-Baby kam sonntagnachmittags zur Welt und ist donnerstags gestorben“, berichtet Frank. „Es hat von Geburt an gekränkelt und wir hatten gleich montags den Tierarzt da.“ Der Veterinär habe die Organe untersucht, die allesamt gesund gewesen seien. „Ich habe nach einer Aufbauspritze gefragt“, erzählt Frank. „Die habe der Veterinär aber nicht geben wollen. „Seine Ansage war: Das ist ein Frühchen, geben Sie ihm genug zu trinken – entweder wird es oder nicht!“ „Wir haben nix zu verbergen, die Amtsveterinäre sind willkommen“, schließt Frank.

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Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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