Vorsichtige Kerbborschen

Kreis erhält Preis für Suchtpräventionsprojekt

Dietzenbach - Der Kreis Offenbach ist für sein Projekt „Alkoholprävention mit den Kerbborschen in Dreieichenhain“ mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden.

10.000 Euro hatte unter anderem das Bundesgesundheitsministerium für den Wettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ ausgelobt. Nun konnten Vertreter des Kreises und des Suchthilfezentrums Wildhof die Auszeichnung in der Berliner Vertretung des Saarlandes den Preis in Empfang nehmen. Anwesend waren Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. „Ich freue mich über die Auszeichnung. Denn der Preis macht deutlich, dass der Kreis, was das Thema Suchtprävention betrifft auf einem guten und innovativen Weg ist“, kommentierte Carsten Müller, Sozialdezernent des Kreises, während eines gemeinsamen Besuches mit Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer bei den Kerbborschen die Auszeichnung.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

Gemeinsam mit der Jugendförderung des Kreises und dem Wildhof hatte man das Konzept im September 2012 auf den Weg gebracht. Es basiert in erster Linie auf Workshops und zielt darauf ab, eine alte Tradition mit einem Bewusstsein für die Risiken des Alkoholkonsums zu verbinden. „Wir wollen, dass die Jugendlichen in eine Tradition hineinwachsen, ohne sich durch übermäßigen Alkoholkonsum zu gefährden“, betonte Müller. „Daher thematisieren wir mit den Jugendlichen den Umgang mit Alkohol, stärken ihr Selbstbewusstsein und unterstützen sie dabei, ‚Nein’ zu Alkohol zu sagen.“ In den Workshops reflektieren die Jugendlichen das eigene Verhalten, geben sich Regeln und legen Sanktionen für Verstöße fest. Wer sich als Kerbverein für das Projekt interessiert, erhält Infos unter Tel.: 06074/8180-3228. cz

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