Wollen keine Weckanlage sein

Ärger über lauten Alarm an der Reuter-Schule

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Gleich zweimal löste die Brandmeldeanlage an der Ernst-Reuter-Schule am Samstag Alarm aus, in der vergangenen Nacht wurden Anwohner erneut aufgeschreckt.

Dietzenbach - Gestern Nacht gegen 1 Uhr hat lauter Alarm die Nachbarn der Ernst-Reuter-Schule (ERS) aufgeweckt. Mehr als eine Stunde habe der Alarm ertönt, sie habe die ganze Zeit nicht schlafen können, beschwert sich eine Leserin.

Aufgrund eines technischen Defekts hatte bereits am Samstag gegen 15.40 Uhr und erneut gegen 23 Uhr lauter Alarm an der ERS die Bürger verunsichert. Feuerwehr und Polizei waren vor Ort an der Offenbacher Straße, kamen aber nicht in die Schule rein, weil sie keinen Schlüssel haben. Beim ersten Alarm hat die zuständige Firma drei Stunden auf sich warten lassen.

Der Kreis ist Schulträger, die Firma „All Service Sicherheitsdienste GmbH“ arbeitet in dessen Auftrag und hat Zugang zur ERS. Also auch, um die sogenannte Hausmeldeanlage abzuschalten, die mittlerweile dreimal Fehlalarm ausgelöst und nicht nur die Anwohner verärgert, sondern auch ERS-Leiter Georg Köhler auf die Palme gebracht hat. Er macht seinem Unmut Luft: „Wir können nichts daran machen, sind aber für Außenstehende die Schuldigen.“ Die Schule pflege seit Jahren ein gutes Zusammenleben mit den Nachbarn. „Wir wollen keine Weckanlage sein.“ Er erinnert daran, dass seit 2011 keinerlei Beschwerden mehr von den Nachbarn kamen. Schüler kümmern sich sogar täglich darum, das Gelände um die ERS von Müll zu säubern. „Und so ein Mist macht das kaputt“, ärgert sich Köhler.

Der technische Defekt an der Hausmeldeanlage – laut Köhler eine verbogene Platine – sei mittlerweile behoben, sagt Kreissprecherin Ursula Luh. Eine Firma habe sich gestern darum gekümmert. Die Frage, ob Polizei oder Feuerwehr zukünftig Zugang zur ERS bekommen würden, verneint Luh: „Bei Schulen ist das völlig normal.“ Sinn der Hausmeldeanlage sei, dass der Alarm gut hörbar ist – wie bei einer Alarmanlage an einem Auto – und sich Anwohner dann an Polizei und Feuerwehr wenden. Luh: „Seit 15 Jahren ist das System im Einsatz, nun ist es das erste Mal, dass sowas passiert.“ (ron)

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