Abrissparty in Dreieichenhain

BIK-Haus: Abschied gebührend laut gefeiert

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Haben gut lachen: Die Betreuer Hilke Rütten, Dirk Libbach und Petra Krause (von links) von der städtischen Jugendförderung kennen noch viele Gesichter auf der Fotowand.

Dreieich - Der Partysound ist bis auf die Hainer Chaussee zu hören – so soll’s auch sein: Vom alten BIK-Haus wird nicht leise Abschied genommen, sondern so geräuschvoll, wie’s geht.

Schließlich waren es allen voran die legendären Konzertabende der vergangenen 40 Jahre, die das alte BIK-Haus im Gedächtnis von Generationen unvergesslich machen. Die Jugendförderung der Stadt Dreieich hat zur großen Bye-Bye-BIK-Haus-Party eingeladen und auf drei Bühnen wird bis in die späten Abendstunden gefeiert. Mit dabei: die Jugendlichen, die das Haus jetzt besuchen, die Kinder, die zum Kinderprogramm und Mittagessen kommen, aber auch viele junge Erwachsene, teilweise schon selbst mit kleinen Kindern, die in dem Haus ihre Jugend verbracht haben. So wie Heiko Pfannemüller, der mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern gekommen ist. „Ich treffe mich heute mit Freunden, wir wollen Evil Fu hören.“ Die rocken später ordentlich den kleinen Saal mit vielen Wegbegleitern.

Eigentlich sei er Mitte der 90er Jahre kein ganz typischer „Juz-Gänger“ gewesen, erklärt Heiko Pfannemüller. Aber zu Konzerten war er doch immer mal wieder Gast im Haus – und ein Termin war Kult: „An Heiligabend hat sich die Dorfjugend hier getroffen. Da waren wir eigentlich schon fast erwachsen, viele zum Studieren weg, aber an Weihnachten, wenn wir mit der Familie durch waren, gab es hier ein schönes Wiedersehen, das war immer ziemlich cool“, erinnert er sich gerne.

„Ein bisschen Wehmut ist heute schon dabei“, sagt auch Bürgermeister Dieter Zimmer mit Blick auf den nahenden Abriss des Hauses. „Das Gebäude hat uns 40 Jahre lang in der Stadt gute Dienste erwiesen. Hier wurde eine tolle Jugendarbeit gemacht.“ Aber, so erinnerte Zimmer, das BIK-Haus werde es ja weiter geben, eben nur nicht in dem Flachdachgebäude, das so ganz und gar nicht mehr den energetischen Vorgaben entspricht.

Der Neubau für die Dreieichenhainer Jugendarbeit steht nur wenige Meter nebenan. Er ist fast fertig, wie sich die Gäste bei Führungen mit Harald Piazzi vom städtischen Gebäudemanagement überzeugen können. Mit dem avisierten Einzug in den Herbstferien wird es noch nichts, aber im November sollen Umzugskisten gepackt werden.

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Das neue Haus besticht mit einer Fensterfront, die viel Licht in das Haus lässt. Dutzende Kabel, die derzeit im Untergeschoss noch aus der Decke ragen, lassen schon erahnen, wo künftig der große Veranstaltungsraum beheimatet sein wird. „Das ist eine dreifache Schallschutzverglasung“, so Piazzi, „damit keiner gestört wird, wenn hier drin Musik oder Party gemacht wird.“ Im Erdgeschoss sind die Küche, ein Büro, ein Abstellraum und Toiletten untergebracht. Wer durch das Treppenhaus nach oben geht, findet einen Seminarraum, ein Büro und einen tollen Aufnahmeraum vor, in dem das Mischpult ganz professionell hinter einer Glasscheibe verschwinden wird. Ein paar Schritte weiter ist das Mädchencafé geplant, das durch einen separaten Aufgang zugänglich ist.

„Wir freuen uns jetzt schon sehr auf den Umzug“, sagt Hilke Rütten von der städtischen Jugendförderung. „Es wird vielleicht ein bisschen weniger Platz sein, dafür sind die Räume multifunktional noch besser nutzbar und natürlich ist es auch schön, wenn alles neu ist.“ (col)

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