Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie

Höfe, Tempo 30 und neue Bäume

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Die Bäume an der Volksbank sehen zwar schmuck aus, setzen mit ihrem Wurzelwerk aber dem Gehsteig zu. Zukünftig soll es dort nur noch vier mit mehr Platz zur Entfaltung geben.

Dreieich - Änderungen beim Bauprojekt Hainer Chaussee, die Ausweitung von Tempo 30-Zonen und die Umgestaltung am Volksbankgebäude – die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie bekamen am Mittwochabend nähere Informationen zu drei Vorhaben. Von Holger Klemm 

Ursprünglich hatte der Architekt Klaus Ehrmann für das geplante Quartier mit Sozialwohnungen an der Hainer Chaussee eine Zeilenbebauung mit vier parallel angeordneten Gebäuden vorgeschlagen. Doch dies wäre angesichts der Nähe zur A 661, zur Dreieichbahn und zur stark befahrenen Hainer Chaussee aus Lärmgründen problematisch gewesen. Anregungen der Dreieicher Stadtplaner und Ergebnisse der Lärmgutachten, in denen zwei Alternativen geprüft wurden, brachten ihn dazu, seine Pläne zu überarbeiten. Nun sollen die Gebäude so angeordnet werden, dass Höfe entstehen, in denen es deutlich leiser ist. Ursprünglich hatte er an den Ecken der Häuserzeilen flexible Zonen schaffen wollen – für die Kinderbetreuung oder Beratung der Bewohner. Diese fallen weg, dafür sollen die Erdgeschosse der Häuser dafür frei gehalten werden. An einer Stelle könnte auch ein Platz entstehen. Erster Stadtrat Martin Burlon zeigt sich optimistisch, dass bereits Anfang 2017 ein Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan möglich ist. Im Oktober soll es eine Bürgeranhörung geben.

Ressortleiter Karl Markloff gab einen Sachstandsbericht zu weiteren Tempo 30-Zonen, um den Lärm zu reduzieren. Möglich sei eine Ausweitung, wenn die Belastung um drei Dezibel sinken kann. Die Stadt möchte Tempo 30 in Sprendlingen nicht nur der Hauptstraße, sondern auch in der kompletten Darmstädter, der Frankfurter bis zur Fichtestraße sowie der Offenbacher bis zur Odenwaldstraße. Das Regierungspräsidium habe dem Vorhaben zugestimmt. Allerdings gebe es eine landesweite Diskussion über die Beibehaltung der Werte. Erster Stadtrat Martin Burlon betonte, dass weniger Lärm auch durch eine Grüne Welle erreicht werden könne. Eine solche werde für die Offenbacher Straße geprüft. Für die Eisenbahn-, Theodor-Heuss-Straße und Hainer Chaussee müsse die Stadt wohl ein Gutachten zu einem Tempolimit bezahlen. Auf Nachfrage kündigte Markloff an, dass schon in Kürze mit der Aufstellung der Schilder in Sprendlingen begonnen werden soll.

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Weiteres Thema waren Umbauarbeiten der Volksbank an ihrem Gebäude in Sprendlingen. Bekanntlich soll der Pavillon an der Frankfurter/Ecke Offenbacher Straße einem Platz mit Sitzmöglichkeiten weichen. Hinzu kommt in dem Gebäude ein Café. Die Stadt will die Gelegenheit nutzen, zusammen mit der Volksbank für eine einheitliche Gestaltung und Pflasterung zu sorgen, wie Fachbereichsleiter Martin Krauskopf vorstellte. Das schließe Bereiche der Frankfurter und Offenbacher Straße ein. Die Stadt will in diesem Zusammenhang auch ein Problem lösen. So schön die Bäume in der Frankfurter Straße entlang des Voba-Gebäudes auch aussehen, so hätten sie doch mit ihren Ästen den Gehweg und die Parkplätze beschädigt. Zudem tue der geringe Platz den Bäumen nicht gut. Die Bestehenden sollen gefällt und durch vier neue ersetzt werden, die mehr Platz bekommen. Zwischen ihnen soll es dann künftig zwei Parkplätze statt, wie bisher, einen geben. Der neue Platz soll bereits im Frühjahr fertig sein.

Krauskopf versicherte, dass die Pläne nicht im Widerspruch zu weiteren angedachten Projekten wie einem Kreisel stünden.

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