S-Bahn wartet nicht auf Dreieichbahn-Fahrgäste

Bahn AG bekundet Bedauern für Vorfall in Buchschlag

Dreieich - Die Bahn AG bedauert den Vorfall am Sonntagabend am Bahnhof Buchschlag, als – wie berichtet – eine S-Bahn in Richtung Frankfurt weiterfuhr, ohne auf die Fahrgäste der nur geringfügig verspäteten Dreieichbahn zu warten. Allerdings könne eine S-Bahn nicht warten.

„Das ist die Vorgabe“, betont eine Bahn-Sprecherin. Die Züge müssten pünktlich abfahren, damit es nicht zu Verspätungen komme, die sich auf das ganze S-Bahn-Netz auswirkten. Das gelte auch während der Tunnelsperrung in Frankfurt. In dieser Zeit enden die Linien 3 und 4 am Frankfurter Südbahnhof. Die Bahn-Sprecherin vermutet, dass der Fahrer der S-Bahn am Sonntagabend wohl nicht gesehen hat, dass die Dreieichbahn gleichzeitig in den Buchschlager Bahnhof einfuhr. Sie räumt ein, dass die entstandene Wartezeit ärgerlich sei. Deshalb wolle die Bahn am Bahnhof Buchschlag in den Abendstunden und am Wochenende ein Augenmerk darauf legen, die Vorgabe flexibler zu handhaben, um die Übergänge von der Dreieichbahn auf die S-Bahn zu ermöglichen. Die Sprecherin räumt aber ein, dass das nicht in jedem Fall klappen könne.

Verursacht wurde die Verspätung bei der Dreieichbahn durch eine gemeldete Störung an einem Bahnübergang in Urberach. Dieser müsse überwacht werden. Bislang habe aber keine Fehlfunktion festgestellt werden können. Das Zugpersonal habe die technische Sicherung des Übergangs selbst übernehmen müssen. „Das führt aber nur zu Verspätungen im niedrigen Minutenbereich“, versichert die Sprecherin. Sie konnte nicht sagen, ob sich die Verzögerungen durch weitere Faktoren ausgeweitet hätten. (hok)

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