Aus dem Fundament gehoben und weggeschwemmt

Brücke von Regenfluten weggespült

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Hier querte bis vor Kurzem noch eine kleine Brücke den Kreuzbach. Doch die Wassermassen haben sie fortgespült. Wie lange die Sperrung des Weges dauert, lässt sich nicht absehen.  

Dreieichenhain - Kaum zu glauben, welche Kraft kleine Bäche entwickeln können. Der viele Regen der vergangenen Tage hat im Hengstbachtal in Dreieichenhain eine kleine Brücke aus dem Fundament gehoben und weggeschwemmt. Die Überreste wurden inzwischen beseitigt, im Rathaus arbeitet man an einer schnellen Lösung. Von Frank Mahn

Schilder weisen Radfahrer, Spaziergänger und Gassigeher darauf hin: Der Abschnitt des Wegs zwischen der Winkelsmühle und der Straße An der Dampfmühle ist nicht durchgehend passierbar. Durch die Wassermassen ist die kleine Brücke, die nahe des Hengstbachs das Rinnsal namens Kreuzbach überquert hat, aus der Verankerung gerissen worden. Die Stadt zog einen Sachverständigen hinzu, doch der senkte den Daumen. Die Konstruktion war nicht mehr zu retten.

Die Verantwortlichen bemühen sich nun um eine pragmatische Lösung, damit die Verbindung so schnell wie möglich wieder befahr- und begehbar ist. Eine Lösung schwebt ihnen auch schon vor, wie Erster Stadtrat Martin Burlon erklärt. Dazu muss allerdings die beim Kreis Offenbach angesiedelte Untere Wasserbehörde ihr Okay geben. „Wir denken daran, ein Rohr ins Bett des Kreuzbachs zu legen, durch das dann das Wasser fließt. Darauf könnte Erde geschüttet werden, fertig wäre der Übergang.“ Eine solche kostengünstige Variante habe sich auch beim Schlagsbach in den Baierhansenwiesen bewährt. Eine Brücke wäre ungleich teurer. Zudem würde der Bau einige Zeit dauern. Burlon hofft, dass die Behörde grünes Licht gibt, denn gerade in der warmen Jahreszeit ist der Weg sehr beliebt.

Nicht weit davon steht ein weiteres „Sorgenkind“ – die alte Holztreppe, die Kennedystraße und Hengstbachtal verbindet. Sie ist morsch, nicht mehr sanierungswürdig und muss folglich ersetzt werden. Dafür sind im Haushalt 2016 auch 50.000 Euro vorgesehen, aber die Umsetzung sieht Burlon nicht mehr in diesem Jahr. „Wir schauen, dass wir’s bis zum Frühjahr 2017 hinkriegen.“

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