Wetter trübt die Bilanz nicht

Leichtes Plus bei den Burgfestspielen in Dreieichenhain

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Feuriger Schlusspunkt der Burgfestspiele: Die Akteure der Firedancer zogen die Besucher im ausverkauften Burggarten in ihren Bann. Eine ausführliche Besprechung findet sich auf der heutigen Kulturseite.  

Dreieichenhain - Zum Abschluss drehten die Burgfestspiele noch einmal voll auf. Die Show der Firedancer setzte am Sonntagabend den Schlusspunkt. Von Holger Klemm

Auch wenn das Wetter durchwachsen war, sind die Veranstalter mit der Bilanz sehr zufrieden und wagen schon einmal einen Ausblick auf 2017. Die bereits zehnten Festspiele unter der Leitung der Bürgerhäuser verzeichneten erneut einen Anstieg, obwohl es manchmal trüb und regnerisch war. Zu den 39 Vorstellungen an 36 Tagen kamen 26 000 Besucher, im vergangenen Jahr waren es 25.500. Die Platzausnutzung kletterte von 87 auf 89 Prozent. „Künstler und Besucher schätzen den besonderen Charme und das Ambiente der Festspiele“, freuen sich Leiter Benjamin Halberstadt und Veranstaltungsmacher Wolfgang Barth. Mehr als 350 Darsteller waren auf der Naturbühne zu erleben, hinter den Kulissen sorgte auch in diesem Jahr ein bewährtes Team von 40 Mitarbeitern für den reibungslosen Ablauf. Dafür habe es erneut ein Sonderlob der Künstler gegeben.

Insgesamt sei nichts Außergewöhnliches passiert. „Wir sind rundum zufrieden. Es ist so gelaufen, wie wir es uns erhofft haben“, meint Halberstadt. „Nun packen wir unsere Sachen zusammen.“ Gestern waren er und sein Team mit dem Abbau auf der Bühne beschäftigt. Zugleich laufen die Vorbereitungen für die Theatergruppe des Geschichts- und Heimatvereins Dreieichenhain, die von Freitag bis Sonntag im Burggarten den „Glöckner von Notre-Dame“ zeigen wird. Die Bühne präsentiere sich dann in einem natürlicheren Rahmen.

Themenseite zu den Burgfestspielen

Einen ersten Ausblick kann Halberstadt schon für 2017 geben. Dann werden die Festspiele vom 3. Juli bis 20. August auf dem Programm stehen. Schon jetzt steht fest, dass Max Mutzke nach einem Jahr Pause wieder dabei ist. Thomas Quasthoff will sein Gastspiel nachholen, das in diesem Jahr ausgefallen ist. Auch „Cinderella“, der Eröffnungsknaller von 2016, kehrt zurück. Das Rock’n’Roll-Musical wird gleich dreimal zum Finale 2017 zu sehen sein. Dagegen steht die Eröffnungspremiere noch nicht fest. Da stehe die Entscheidung bislang aus.

Bilder zum Abschluss der Burgfestspiele 2016

Ansonsten soll es bei der bewährten Mischung bleiben. Neben bekannten Namen und Stammgästen werden einige Künstler kommen, die noch nicht im Burggarten aufgetreten sind. Es soll auch Platz für Ausgefallenes und Besonderes bleiben – wie in diesem Jahr das Rio-Reiser-Programm von Jan Plewka oder der einzigartige Abend von Sabine Fischmann und Ali Neander. Großen Wert legen Halberstadt und Barth ebenfalls auf Programme mit Lokalkolorit wie „Ich glaab, Dir brennt de Kittel“ oder der „Dollbohrer“. Wichtig ist beiden, dass die Festspiele nicht auf die rein kommerzielle Schiene geraten.

Bilder: Feinste Akrobatik unter Sternen

Keine Änderungen soll es bei der Bestuhlung und Überdachung im Burggarten geben. „Wir haben nach zehn Jahren die Form gefunden, die einigermaßen perfekt ist.“ Halberstadt denkt einzig darüber nach, den Bereich für Rollstühle zu vergrößern und weitere Abstellmöglichkeiten für Räder vor dem Eingang zu schaffen. Auch Kunst in der Burg soll es 2017 wieder geben. Geplant sind Videoprojektionen am Runden Turm mit verblüffenden Effekten. „Man glaubt, dass die Steine in sich zusammenfallen“, erzählt Halberstadt. Die ersten Tests dieses Jahr seien vielversprechend gewesen.

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