Fraktion legt Antrag zur Einführung einer Baumpflanzsatzung vor

Auf Grün fährt die CDU voll ab

Dreieich - Die CDU wünscht sich mehr Grün in Dreieich. Die Fraktion hat auch eine konkrete Vorstellung davon, wie das gelingen kann.

Sie regt die Einführung einer Baumpflanzsatzung für Privatgrundstücke an und will damit einen Punkt aus ihrem Programm zur Kommunalwahl umsetzen. Über den Antrag wird nach der parlamentarischen Sommerpause beraten. „365 Tage – 365 Bäume“ hat die CDU das Programm genannt, das sie im Parlament zur Abstellung stellt. Dazu hat die CDU bereits einen Satzungsentwurf formuliert. „Bäume sind für das Gesicht einer Stadt wichtig und zugleich ein Faktor zur Auflockerung und zum Schutz des Klimas“, sagt CDU-Vorsitzender Hartmut Honka. „Daher wollen wir mit unserer Idee die Anpflanzung von Bäumen unterstützen.“ Als Startpunkt schwebt der Fraktion der 1. Januar 2017 vor. Auch zur Finanzierung haben sich Honka & Co. Gedanken gemacht. Nach der flächendeckenden Einführung der Biotonne habe sich das Förderprogramm zur Anschaffung von Kompostern erübrigt. Die Mittel könnten umgewidmet werden, meint die CDU. Stattdessen sollen für die Pflanzoffensive 18 250 Euro in den Haushalt 2017 eingestellt werden. Der Stadt würde die Aktion gut zu Gesicht stehen, „weil sie damit einen Beitrag zum lokalen Klimaschutz leistet“, bekräftigt Honka.

Warum ihr Antrag von den Stadtverordneten beschlossen werden sollte, führt Partei- und Fraktionschef Honka fast schon schwärmerisch aus. „Bäume lockern das Stadtbild auf, spenden Schatten, sehen attraktiv aus, liefern das nahezu klimaneutrale Produkt Holz, speichern und filtern Wasser, schützen vor Erosion, sorgen für lokalen Temperatur- und Luftaustausch, schützen vor Luftverunreinigungen und Lärm, sichern Artenvielfalt, bieten Ruhe und Erholung und sie nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und liefern Sauerstoff.“

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Um den Dreieichern das Pflanzen von Bäumen auf ihrem Grundstück schmackhaft zu machen, soll die Stadt vom nächsten Jahr an einen Zuschuss gewähren, wünscht sich die CDU. Und zwar in Höhe von maximal 50 Euro pro Antragsteller. „Wenn an jedem Tag eines Jahres ein Baum gepflanzt wird, sind dies 365 neue Bäume. Das entspricht einem Gesamtbetrag von 18.250 Euro“, erläutert Honka.

Mit dem Vorschlag wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie am Mittwoch, 7. September, beschäftigen. Was die Umsetzung betrifft, hat die CDU schon mal einen Leitfaden erarbeitet. Demnach sollen in den Genuss der Förderung ausschließlich Privatpersonen kommen, logischerweise mit Grundstücken auf Dreieicher Stadtgebiet. Bei der Anschaffung der Bäume soll besonders auf die Standorteignung geachtet werden. Zugleich sollen bei der Auswahl die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt werden.

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Wenn ein Antragsteller die Zusage bekommt, soll er nach Vorstellung der CDU innerhalb von sechs Monaten zur Tat schreiten. „Der Zuschuss ist zurückzuzahlen, wenn der Baum innerhalb der ersten drei Jahre gefällt wird. Dies gilt nicht, wenn die Fällung auf einer behördlichen Anweisung basiert“, heißt es in der Mitteilung. Und: Ein Rechtsanspruch soll ausgeschlossen sein. (fm)

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