Erleichterung für alle Beteiligten

Anmeldung für Kita-Betreuungsplatz über Online-Portal

Dreieich -  Die Verwaltungen von Neu-Isenburg und Heusenstamm arbeiten schon länger damit, seit Anfang des Monats ist das Programm Web-Kita von Ekom21 auch auf der Homepage der Stadt Dreieich verfügbar. Das Online-Portal soll Eltern die Anmeldung ihres Kindes in der Kita erleichtern. Von Frank Mahn 

18 Kindertagesstätten betreibt die Stadt, hinzu kommen vier in der Trägerschaft von Kirchen, vier Betreuungsvereine im U3-Bereich, der Waldkindergarten und die Betriebskita von Biotest. „Wir hatten in der Vergangenheit oft die Situation von Doppelanmeldungen, die dann abgeglichen werden mussten“, schildert Bürgermeister Dieter Zimmer. Mit dem neuen Portal ist das hinfällig. Im nächsten Jahr soll dann auch noch die Hortbetreuung der sieben Dreieicher Grundschulen ins System eingepflegt werden. Die Einführung von Web-Kita war mit reichlich Aufwand und mit Kosten von etwa 15.000 Euro verbunden. Denn natürlich funktioniert das Programm nur, wenn sich alle Träger beteiligen. Die Kommune hat lange auf die Umsetzung hingearbeitet und um Akzeptanz geworben. Zum Kennenlernen des Systems wurden aus jeder Einrichtung mindestens zwei Fachkräfte geschult.

Wer das Portal anklickt, kann sich über die Konzepte aller Einrichtungen, pädagogische Schwerpunkte und Öffnungszeiten informieren. Eltern können ihre Wunschkita – das ist meistens die in der Nähe des Wohnorts – und vier weitere angeben. Per E-Mail erhalten sie dann eine Rückmeldung. Neben den Eltern profitieren auch die Träger und letztlich die Stadt selbst von der neuen Technik. Sie hat einen schnellen Überblick über den tatsächlichen Betreuungsbedarf. „Wir gehen davon aus, dass es nicht nur für Eltern einfacher wird, ihr Kind für eine Betreuung anzumelden, sondern auch in der Verwaltung die Bearbeitung schneller und einfacher erfolgen kann“, sagt Sabine Hilbert, die für die Vergabe der städtischen Betreuungsplätze zuständig ist. Das mühsame Abgleichen von Mehrfachanmeldungen beispielsweise entfällt.

„Wir sind in der Situation, allen Eltern bis Jahresende einen Platz anbieten zu können“, sagt Annemarie Stein. Auch wenn es nicht immer die Wunschkita sein könne. Einen Mangel an Plätzen gebe es momentan nicht, ergänzt die Ressortleiterin Kinderbetreuung. Das Problem sei der Mangel an Fachkräften. Perspektivisch muss die Stadt im U3-Bereich aber weitere Kapazitäten schaffen. „Wir brauchen dringend die Kita im Heckenborn“, sagt Rathauschef Zimmer. Der Druck steigt nach seinen Angaben auch, weil die 20 Plätze, die sich die Stadt per Belegungsrecht in der Biotest-Betriebskita gekauft hatte, langsam zu Gunsten von Mitarbeitern des Unternehmens abgebaut werden.

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