CDU-Landtagsabgeordneter

Hartmut Honka hat Ärger mit AfD-Tweet

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Screenshot des Twitter-Beitrags von Hartmut Honka

Dreieich - Unangenehme Bekanntschaft mit den sozialen Netzwerken hat der CDU-Landtagsabgeordnete Hartmut Honka gemacht. Nach seinem Tweet zu den Unregelmäßigkeiten bei der Wahlauszählung in Bremen gab es zahlreiche empörte Reaktionen.

Zum Hintergrund: In der Zeitung „Die Welt“ erschien kurz vor Weihnachten ein Artikel über die Vorgänge in Bremen. Demnach hatten Schüler, die als Helfer bei der dortigen Landtagswahl am 10. Mai eingesetzt waren, falsch gezählt. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Bremen erhält die Alternative für Deutschland (AfD) nun einen Sitz mehr, die SPD einen weniger. Im Kurznachrichtendienst Twitter setzte Honka mit Hinweis auf den Welt-Artikel daraufhin folgende Frage ab: „Was ist schlimmer? Schüler fälschen Wahl oder ein Sitz mehr für die AfD?“ In der Folge wurden ihm in gehässigen Reaktionen undemokratisches Verhalten und das Schönreden eines Wahlbetrugs unterstellt.

„Das ist schon starker Tobak“, kritisierte auch der Dreieicher Horst Göckel den Abgeordneten in einer E-Mail an unsere Zeitung. „Egal, wie man über Parteien denkt, hier ist es nur die AfD, aber das darf nicht passieren.“ Er fragt, ob dies nicht ein Aufruf zur Wahlfälschung gewesen sei. Doch das sei nicht seine Absicht gewesen, versichert Honka gestern auf Anfrage. „Mein Tweet war sarkastisch gemeint.“ Diese Intention sei aber sprachlich nicht rübergekommen. Ihm sei es auch nicht um den konkreten Wahlerfolg der AfD gegangen.

Schon in einer Antwort auf der Homepage Abgeordnetenwatch hatte er am 23. Dezember geschrieben, dass er „Wahlfälschung für falsch, zu Recht für strafbar und unvereinbar mit meinem demokratischen Grundverständnis“ hält. Honka bezeichnet aber auch die AfD als „eine gefährliche Partei für unsere pluralistische und humanistische Gesellschaft. Nicht zuletzt die rassistischen Äußerungen des thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke machen für mich deutlich, in welche Richtung diese Partei tendiert“. „Die AfD fischt nicht nur am rechten Rand, sie stachelt auch auf“, sagt Honka gegenüber unserer Zeitung. Dies hätten nicht zuletzt die zahlreichen Antworten auf seinen Tweet gezeigt.

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hok

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