Sprendlinger Mitte

Zeitplan zu optimistisch

Dreieich - Nachdem im Dezember das Bürgerforum zur Neuen Mitte Sprendlingen tagte, ist es um das geplante Bauprojekt ruhig geworden. Diesen Eindruck will Erster Stadtrat Martin Burlon zerstreuen. Seinen Angaben nach tut sich einiges hinter den Kulissen.

Allerdings sei er zu optimistisch gewesen, was die Offenlage des Bebauungsplans angeht, wie er auf Anfrage mitteilt. Ende vergangenen Jahres hatte Architekt Markus Rathke seine überarbeiteten Pläne für die Hauptstraße 22-38a vorgestellt. Auf dem etwa 7.000 Quadratmeter großen Gelände sollen ein Einkaufsmarkt und fünf Häuser plus Quartiersplatz und Tiefgarage entstehen. Rathke hatte nach Protesten von Anwohnern die Anordnung der Häuser geändert. In das Projekt will die Schoofs Immobilien GmbH etwa 20 Millionen Euro investieren.

Die Planer sind an der Arbeit, betont Burlon. Zudem gebe es bereits Gespräche mit den zuständigen Behörden. „Dies braucht mehr Zeit als gedacht“, erklärt der Erste Stadtrat, der ursprünglich mit einer Offenlage im Februar gerechnet hatte. Nun möchte er sich nicht auf einen Termin festlegen lassen und spricht von den nächsten Wochen. Angesprochen auf einen möglichen Zeitdruck durch eine Ausstiegsklausel, die es für den Investor gibt, zeigt sich Burlon gelassen. Wenn es der gemeinsame Wille aller Beteiligten sei, das Projekt zu verwirklichen, lasse sich über mögliche Fristverlängerungen reden.

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Vorerst ist kein weiteres Bürgerforum vorgesehen. Ein solches könne nach Baubeginn wieder einberufen werden. Das heißt aber nach Burlons Worten nicht, dass die Bürgerbeteiligung damit abgeschlossen ist. Mit der Offenlage des Bebauungsplans nimmt das gesetzlich vorgeschriebene Prozedere der Beteiligung seinen Lauf. Interessierte können ihre Einwände und Stellungnahmen zu dem Projekt abgeben.

Deswegen lässt sich auch noch nicht abschätzen, wann der Bebauungsplan verabschiedet werden kann. Das liegt nach Angaben von Burlon nicht zuletzt an der Zahl der Einwände und Stellungnahmen der Bürger und Behörden, die erst einmal abgearbeitet und bewertet werden müssen. Erst danach könne der Plan in den Gremienlauf gegeben werden. 

hok

Rubriklistenbild: © Archiv: Architekturbüro Rathke

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