Stadtwerke-Projekt zur Wasserversorgung

Brunnenhaus schwebt ein

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In einem Stück ließ ein Spezialkran das Brunnenhaus jüngst auf einen rund 80 Meter tiefen Schacht aufsetzen. Die Stadtwerke-Brunnen im Wald zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg decken 65 Prozent des Trinkwasserbedarfs in Dreieich.

Dreieich - Acht Brunnen fördern in der Nähe des Wasserwerks Breitensee im Wald zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg Trinkwasser an die Oberfläche. In Regie der Stadtwerke soll ein weiterer Brunnen dazukommen.

Die Bauarbeiten dazu sind weit fortgeschritten: In den frühen Morgenstunden ist jüngst das Brunnenhaus in einem Stück angeliefert worden. In Millimeterarbeit bewerkstelligte ein 160-Tonnen-Kran die Montage des fertigen Gebäudes auf den Brunnenschacht. Bei dieser Aktion waren sowohl Wassermeister, Kranführer als auch die Verantwortlichen der Stadtwerke Dreieich im Einsatz. „Alle Beteiligten haben bisher einen guten Job gemacht, der Bauabschnitt wurde termingerecht abgeschlossen“, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Arta. Mit dem montierten Brunnenhaus sind nun die Voraussetzungen für den Einbau der Brunnentechnik, der Pumpen und der Elektrik gegeben. Diese abschließenden Arbeiten dauern nach Angaben von Arta voraussichtlich noch etwa vier bis sechs Wochen. Dann stehe der endgültigen Inbetriebnahme nichts mehr im Weg.

Mit dem aktuellen Projekt wollen die Stadtwerke ihrer Verantwortung als Trinkwasserversorger in der Region gerecht werden. „Der neue Brunnen ist eine weitere wichtige Investition in den Ausbau und die Instandhaltung der Wasserversorgung vor Ort und wird mit seiner modernen Technologie eine der bestehenden älteren Förderanlagen ersetzen“, erläutert Arta. Die Bohrarbeiten für den neuen Schacht reichten bis zu einer Tiefe von 80 Metern. Mit dem neuen Brunnen könne die Versorgung mit qualitativ herausragendem Trinkwasser auch die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden.

Derzeit versorgen die Stadtwerke Dreieich die Stadtteile Sprendlingen, Buchschlag und Teile von Offenthal mit Trinkwasser aus den eigenen Tiefbrunnen. Rund zwei Millionen Kubikmeter Wasser stammen aus diesen Quellen – das entspricht nach den Angaben der Stadtwerke rund 65 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs in Dreieich. Die weiteren 35 Prozent Trinkwasser beziehen die Stadtwerke vom Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO). Das von dieser Seite gelieferte Wasser kommt in Teilen von Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal aus der Leitung. Der ZWO verfügt über sechs Wasserwerke – vor allem im Ostkreis. (cor)

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