Elfte Offene Gärten

Mit Lorenbahn, Stauden und Baumhaus

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Klaus-Peter Lehmann und seine Frau Anne Reinhardt-Lehmann legen im Garten letzte Hand an, damit kommende Woche alles passt.

Buchschlag - Bei der neuen Ausgabe der „Offenen Gärten Buchschlag“ am nächsten Wochenende kann der dortige Geschichtsverein eine lange gehegte Idee umsetzen. Die Veranstaltung findet vorwiegend südlich der Buchschlager Allee statt.

Die Siedlung dort hat eine besondere Geschichte. Nachdem die Amerikaner die alte Villenkolonie nach dem Zweiten Weltkrieg besetzt hatten, mussten die aus ihren Häusern vertriebenen Einwohner schnell ein anderes Dach über dem Kopf finden. So entstand eine neue Siedlung südlich der Buchschlager Allee, deren Häusertypus exemplarisch für die Nachkriegszeit steht. Die Liebe zur Gartengestaltung blieb den Buchschlagern hüben wie drüben eingepflanzt. So verspricht der Geschichtsverein bei den elften „Offenen Gärten“ am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juni, eine spannende Vielfalt. Denn wer hat schon eine funktionsfähige Lorenbahn samt Lok, Gleisen und Weichen im Garten und wer einen Pavillon aus dem Besitz des Gestüts Linsenhoff inmitten preisgekrönter, blühender Staudenbeete? Wo sitzt ein Poet in einem Baumhaus und unterhält in luftiger Höhe das Publikum? Und in welchem Gartenkleinod fliegen fleißige Bienen ein und aus, damit Buchschlager Honig entsteht?

Am Samstag, 18. Juni, startet das kleine Gartenfestival schon um 14.30 Uhr, dafür ausnahmsweise ganz im Norden des Stadtteils: Helga Seifert zeigt ihren schönen, reich blühenden Garten im Breitseeweg 31 und verkauft kleine Stauden aus eigener Zucht. Parallel dazu feiert ab 14.30 Uhr die Begegnungsstätte Haus Falltorweg im Falltorweg 2 unter dem Dach der „Offenen Gärten“ ein Sommerfest mit Lesungen, Musik, Spiel und Spaß für alle Generationen. Um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) holt das Offene-Gärten-Team ebenfalls im Haus Falltorweg die beliebten Lokalmatadoren von Cidermen auf die Bühne, die mit Leidenschaft und Hingabe Klassiker aus Rock und Pop zum Besten geben.

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Das Programm am Sonntag, 19. Juni, beginnt um 11.30 Uhr im Garten Schiebe in der Jakob-Latscha-Straße 8, der durchgehend bis 17 Uhr als „Café Central“ die Gäste empfängt. Um 12 Uhr laden Ena Roth und der Kirchenchor in einer sommerlichen Lieder-Matinée zum Mitsingen ein. Im „Café Central“ können die Besucher zu Kaffee und Kuchen, Wurst und Wein auch eine Ausstellung des Geschichtsvereins über die Anfänge der Siedlung im Süden genießen. Um 14 Uhr startet dort die Schnitzeljagd für Kinder. Von 14 bis 17 Uhr sind neben dem Garten Schiebe dann insgesamt zehn Gärten geöffnet, einige mit abwechslungsreichem Programm. Peter Peters, der „Poet im Baumhaus“, agiert in luftiger Höhe über dem Garten Lehmann, Carl-Seelmann-Weg 8 (Zugang über Quellenweg). Um „Bienen und Imker in Buchschlag“ dreht sich alles im Garten Moritz, Im Birkeneck 1, mit Infokästen, Kurzvorträgen von Anton Moritz und Bernd Brunsch sowie dem Verkauf von Honig aus eigener Produktion. Anke Lühmann im Quellenweg 16 zeigt ihre eigene Schmuckkollektion, Franziska Kool gleich nebenan eigene Kunstwerke.

Schrebergarten von Elisabeth und Hagen Spoida aus Mühlheim

Nur das große Engagement der ehrenamtlichen Helfer macht dieses nicht-kommerzielle Gartenfest möglich. Damit es seinen privaten Charakter behält, ist wie jedes Jahr der Eintritt frei, für Speisen und Getränke sorgt der Geschichtsverein. Er hofft auf die Spendenfreude der Besucher.

hok

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