Vereine zeigen sich als gute Gastgeber

Prosit auf den Wonnemonat

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Zuprosten auf den Start des Wonnemonats: Beim Familienfest der IG Haaner Kerbborschen im Burggarten feierte sich nicht nur der aktuelle Jahrgang der Kerbborsche schon mal warm.

Dreieich - Musik von der Barrellhouse Jazzband und den Red Hot Hottentots im proppenvollen Bürgerhaus, ein Gottesdienst bei der Feuerwehr und leckere Forellen am Mühlweiher – den Start in den Wonnemonat feiern die Dreieicher auch diesmal mit einer Menge Veranstaltungen.

Und weil es auch das Wetter gut meint mit dem 1. Mai, pilgern gestern etliche hundert Feiertägler von einem Fest zum andern. Etwa zur IG Haaner Kerbborschen in den Burggarten, wo es nicht nur etliche Gaumenfreuden gibt, sondern auch den einen und anderen Ohrenschmaus. So singen die Kerbborschen die beiden Lieder „In einem Polenstädtchen“ und – natürlich – „Mein ist der Hain“. Aber auch das Blasorchester gibt ein Konzert an diesem sonnigen und zugleich windigen 1. Mai. „Wir haben gestern aufgebaut und sind heute Morgen seit 10 Uhr im Einsatz“, sagt Kerbvater Jan Kuch.

Ein paar Meter weiter am nächsten Weiher, dem Mühlweiher, feiern die Mitglieder des Angelvereins Götzenhain, bringen mehrere hundert Forellen an den Mann. Die Menschen stehen Schlange, um an einen dieser begehrten Fische zu kommen. Das Geheimnis des Erfolgs liegt im Rezept der Panade. „Die wird seit mehr als 40 Jahren bei uns im Verein zubereitet, aber über die Ingredienzien verraten wir nichts“, so Vereinschef Holger Thau. Momentan hat der Verein neun aktive Mitglieder, die an diesem Tag alle mit von der Partie sind und beim Fest helfen.

Weil sie dem Wetter nicht wirklich vertrauen, feiern die Götzenhainer Floriansjünger in diesem Jahr wieder im Feuerwehrhaus. „So bietet sich uns auch die Möglichkeit, Fahrzeuge auszustellen und um Mitglieder zu werben“, sagt Matthias Engler von der Götzenhainer Feuerwehr. „Wir haben ein Spritzhaus für die kleinen Besucher aufgebaut und ein bisschen Biergartenatmosphäre geschaffen“, ergänzt er. „Mehr als 40 Helfer sind dabei und sorgen für den reibungslosen Ablauf.“ Bereits am Tag vor dem Fest fing alles an, „heute Morgen haben wir uns um 8 Uhr getroffen – und bis die Feier vorbei ist, ist es sicher 20 Uhr“, schildert Engler den Aufwand, den die Blauröcke betreiben. „Wir haben in diesem Jahr vier Jugendliche, die in die Einsatzabteilung wechseln, dadurch entsteht ein Loch in der Jugendabteilung.“ Deshalb sei es wichtig, um neue Mitglieder zu werben und zu schauen, „dass wir für die Jugend attraktiv sind. Wir denken sogar über eine Kinderfeuerwehr nach.“ (es)

Bilder von der 297. Haaner Pfingstkerb

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