Fahrgass’ Classics auch unterm Schirm schön

Flaniermeile der Oldtimer in Dreieichenhain

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Dreieichenhain - Es ist ein Event der Extraklasse, das nicht nur Sammlern und Nostalgikern Jahr für Jahr Freude macht: Willkommen bei den Fahrgass’ Classics; annähernd 60 historische Fahrzeuge – Automobile, Motorräder und sogar Traktoren – schmücken die Fahrgasse in Dreieichenhain. Von Enrico Sauda 

Die Veranstaltung hat Tradition und ihre Fans, von denen es freilich diesmal hätten mehr sein dürfen. Das Aprilwetter fordert seinen Tribut; ohne Regenschirm geht beim im Zehn-Minutentakt wechselnden Wetter nix. Klare Angelegenheit: Diesmal dominieren amerikanische Fahrzeuge das Bild. „Ich hätte mir ein paar Engländer mehr gewünscht“, merkt denn auch Oliver Giehl an. Er ist der Chef der Werbegemeinschaft Dreieichenhain, die das Spektakel rund um die Oldtimer in der historischen Gasse auf die Beine stellt, und präsentiert selbst eine englische Nobelkarrosse. „Dass Besitzer von Roadstern und anderen Schmuckstücken sich nicht hertrauen, liegt am Wetter und das kann ich gut verstehen“, sagt Giehl,

Doch gerade angesichts der immer wieder beängstigend grauen Himmelskulisse ist Giehl guter Dinge. „Bedenkt man die furchtbaren Wettervorhersagen, können wir einfach nur zufrieden sein. Wir haben schöne Fahrzeuge, immer noch etliche hundert Besucher und die ganze Werbegemeinschaft ist gut aufgestellt. Alle, die sich angemeldet haben, sind auch da mit ihren Ständen.“ 62 sind’s an der Zahl bei der mittlerweile elften Auflage. Natürlich sind einmal mehr alle Geschäfte der Fahrgasse geöffnet. „Sinn und Zweck ist ja, Handel, Gewerbe und Handwerk, die hier in Dreieichenhain ansässig sind, mithilfe dieser Veranstaltung für die Besucher attraktiv zu machen“, erinnert Giehl. „Das Ambiente stimmt, wir können mit interessanter Gastronomie aufwarten – das hier ist ein Höhepunkt im Jahr!“

Fahrgass’ Classics: Spektakel rund um die Oldtimer in Bildern

Wie üblich hätte die Veranstaltung am ersten Sonntag im Mai stattfinden sollen. „Das ist diesmal aber der 1. Mai, sprich der Tag der Arbeit – und da hatte man bei der Stadtverwaltung Angst vor Klagen der Gewerkschaft“, plaudert Giehl aus dem Nähkästchen. Also sind die Oldtimer eine Woche früher dran – am Vorlauf hat das für Giehl und seine acht Helfer nichts geändert. Die Fahrgass’ Classsics zu organisieren erfordert stets mehrere Monate Vorarbeit. „Da stecken alleine bei mir 80 bis 100 Stunden seit Februar drin“, macht Giehl deutlich, wie groß der Aufwand trotz aller Routine ist.

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