Fundraising-Aktion zur Renovierung der Burgkirche

Gottesdienst mit Bauhelmen

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Passend zum Anlass werben die Kerbborschen, Pfarrer Markus Buss und Robin Tischer (rechts) mit Bauhelmen für die Fundraising-Aktion zur Renovierung der Burgkirche.

Dreieichenhain -  Zu einem besonderen Ereignis wurde einmal mehr der Kerbgottesdienst am Pfingstsonntag in der bis auf den letzten Platz besetzten Dreieichenhainer Burgkirche.

Dabei gab es für die Gemeinde auch Informationen zur bevorstehenden Sanierung des vor 298 Jahren geweihten Gotteshauses und der damit verbundenen Fundraising-Aktion. Passend zur Kerb war die Kirche mit Kerbfahnen, Kerbborschen-T-Shirts und den Haaner Nationalfarben geschmückt. Nach dem traditionellen Einzug des amtierenden Kerbborschen-Jahrgangs begrüßte Pfarrer Markus Buss die Festgemeinde und insbesondere die beiden zahlreich vertretenen Jubiläumsjahrgänge (1966 und 1991). Gemeinsam wurden lautstark Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch sowie das speziell für die Kerb umgetextete Dankelied gesungen – und wie immer trugen die Kerbborschen das Haaner Lied vor, bei dem manche Träne verdrückt wurde.

Gelacht wurde bei der Predigt des Pfarrers mit hessischen Einlagen und einem Anspiel, in dem Buss auf Gemeinsamkeiten zwischen dem Pfingstwunder in Jerusalem und der Haaner Kerb hinwies: „Beides verbindet die Menschen, lässt sie aufeinander zugehen und sich verstehen“. Anschließend wurde der Gemeinde das Motto für die anstehende Renovierung vorgestellt: „Die Burgkirche: eine wie keine“. Der Pfarrer und Robin Tischer, Vorsitzender des Bauausschusses, präsentierten mit Bauhelmen, Hammer und Spitzhacke das Motto und warben um Unterstützung für das große Projekt, das bis zum 300. Geburtstag der Burgkirche in zwei Jahren – und zur 300. Kerb – abgeschlossen sein soll. „Indiana Haaner“, dem Maskottchen der Kerbborschen, wurde dabei ein Bauhelm mit dem Logo der Burgkirche aufgesetzt.

Beim anschließenden Empfang im Hof des Gemeindehauses, bei dem die „Haaner Dippegucker“, die kochenden Männer der Gemeinde, für das leibliche Wohl sorgten, konnten sich Spender mit Bauhelmen fotografieren lassen und Postkarten ausfüllen, warum die Burgkirche eine wie keine ist. Bereits mehr als 1 600 Euro kamen am Kerbsonntag für die Renovierung zusammen – eine Summe, die sich sehen lassen und die die Gemeinde gut gebrauchen kann, da sie erhebliche Teile selbst tragen muss. Das Pfarrerehepaar Barbara Schindler und Markus Buss freut sich über die positive Resonanz. „Es war ein gelungener Auftakt. Nach den Sommerferien, wenn die Planungen abgeschlossen sind und die Kosten feststehen, wird es mit der Fundraising-Aktion richtig los- beziehungsweise weiter gehen“, so Buss.

XXL-Galerie zur Haaner Kerb in Dreieichenhain

Zu den Einzelheiten der geplanten Maßnahmen gibt es am Dienstag, 5. Juli, eine Gemeindeversammlung. Für die Renovierung konnte der Kirchenvorstand das renommierte Frankfurter Architektenbüro Jourdan und Müller gewinnen, das bereits bei der Sanierung mehrerer Fachwerkhäuser in Dreieichenhain mitgewirkt hat. Darüber hinaus ist Professor Jochem Jourdan der Burgkirche besonders verbunden: Er ist in Dreieichenhain aufgewachsen und Mitglied der Gemeinde.

Die 298. Haaner Kerb endet am heutigen Mittwoch mit der Kerbverbrennung um 21.45 Uhr im Burggarten. Die Kerbborschen starten dazu mit dem Blasorchester um 21.30 Uhr vom Dreieichplatz aus. Die Heckenwirtschaften im Burggarten öffnen bereits um 18 Uhr. (hok)

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