Gelände in verlängerter Fichtestraße in desolatem Zustand

Ein Parkplatz voller Schlaglöcher

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Bei Regen verwandelt sich der Parkplatz in der verlängerten Fichtestraße in eine Seenlandschaft. Nach Einschätzung der Sprendlingerin Monika Schmidt stellen die Löcher eine Unfallgefahr dar. Die Stadt müsse umgehend für Abhilfe sorgen.

Sprendlingen -  Der Parkplatz in der verlängerten Fichtestraße ist in einem erbärmlichen Zustand. Bei Regen verwandelt sich das am Angelweiher gelegene Gelände in eine Seenlandschaft. Von Frank Mahn 

Die Schlaglöcher stellen nach Einschätzung der Sprendlingerin Monika Schmidt eine „akute Verkehrsgefahr“ für die Nutzer dar. Sie fordert die Stadt deshalb auf, die Schäden zeitnah zu beheben. Schmidt hat ihren Ärger in einem Schreiben an den Ersten Stadtrat Martin Burlon formuliert. Hinzugefügt hat sie Bilder, die den Parkplatz mit Pfützen übersät zeigen. Die einen stammen aus dem Jahr 2013, die anderen sind Ende April 2016 aufgenommen. Ein Unterschied ist nicht wirklich zu erkennen. Rückblickend sei es beschämend und grenze an Versagen der Verantwortlichen, dass sich seit 2012 auf dem öffentlichen Parkplatz nichts zum Besseren getan habe. Seit dieser Zeit habe sie die Verwaltung auf die Schlaglöcher aufmerksam gemacht, schreibt Schmidt. Zurzeit sei die Fläche wieder in einem „akuten verkehrsunfallträchtigen Zustand“. Das Ausbessern der Schäden mit Schotter vor drei Jahren bezeichnet sie als „provisorisches Flickwerk“. Die Steuergelder dafür seien zum Fenster rausgeworfen. Die Stolper- und Sturzfallen müssten umgehend und fachmännisch beseitigt werden, fordert die Sprendlingerin. Schmidt geht davon aus, dass die Stadt für solche „Notfälle“ im Haushalt auf entsprechende Rücklagen zurückgreifen kann.

Auch im Rathaus ist man nicht glücklich mit der Situation. „Wir stopfen fast jährlich Löcher und lassen Teilflächen überarbeiten“, schildert Martin Krauskopf. Das sei natürlich „sehr unwirtschaftlich“, ergänzt der Leiter des städtischen Fachbereichs Planung und Bau. Allerdings lasse sich eine nachhaltige Lösung nicht einfach aus dem Ärmel schütteln, so Krauskopf. Nach seinen Worten gibt es „erste konzeptionelle“ Überlegungen, den Parkplatz richtig zu befestigen und die Stellflächen neu zu ordnen. Das lasse sich aber nicht von heute auf morgen bewerkstelligen. So müsse zum Beispiel noch geklärt werden, ob der Standort als Stützpunkt der Sprendlinger Feuerwehr in Frage kommt. Die hatte vergangenes Jahr Alarm geschlagen, weil in einigen Fällen die gesetzliche Hilfefrist von zehn Minuten überschritten wurde. Um im Notfall beispielsweise schneller in den Ringen zu sein, soll im Norden des Stadtteils eine Dependance eingerichtet werden. In der Auswahl sind mehrere Standorte, die Prüfung ist aber noch nicht abgeschlossen.

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Krauskopf verweist zudem darauf, dass eine Umgestaltung eine ordentliche Stange Geld kosten wird. Denn momentan versickere das Wasser, bei einer ordentlichen Befestigung sei aber unter Umständen ein Kanalanschluss erforderlich. Da sich das Gelände im Außenbereich befinde, müsse zudem die Untere Naturschutzbehörde hinzugezogen werden. „Das erfordert viel Abstimmungsbedarf“, sagt Krauskopf. Eine solche Maßnahme müsse auch finanziell durchgeplant werden. Im Haushalt 2016 seien dafür keine Mittel vorgesehen. Was die von Monika Schmidt angesprochenen Gefahrenstellen betrifft, will Krauskopf schauen, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht. Wenn es Sicherheitsprobleme gebe, werde das kurzfristig erledigt.

Eine Aufwertung des Parkplatzes wäre auch im Sinne von Bürgerhauschef Benjamin Halberstadt. Zwar sind ihm noch keine Klagen von Veranstaltungsbesuchern zu Ohren gekommen, weil die allermeisten die näher am Bürgerhaus gelegenen Parkplätze nutzten oder ihre Autos in den umliegenden Straßen abstellten. Wenn der ein „bisschen versteckt“ gelegene Parkplatz aber besser in Schuss wäre, würde das die Anwohner der unter dem Parkdruck leidenden Straßen entlasten, meint Halberstadt.

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