Hartmut Honka gegen getrennte Badezeiten

Offenbach/Dreieich - Der Landtagsabgeordnete Hartmut Honka aus Dreieich (CDU) hat sich gegen weitere Öffnungszeiten von Bädern in der Region speziell für Frauen ausgesprochen.

Er wies damit eine entsprechende Forderung der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (AGAH) zurück. Hintergrund der Debatte sind vor allem muslimische Frauen, die Schwimmbäder aus Schamgründen nicht gemeinsam mit Männern besuchen wollen. „Welches Zeichen glaubt die AGAH mit dieser Forderung zu setzen?“, fragt Honka. „Ein Zeichen eines echten Miteinanders in unserer Gesellschaft ist es auf keinen Fall. Es ist vielmehr geradezu wunderbar dazu geeignet, Vorurteile zu schüren und den Zulauf zu sogenannten ,Alternativen für Deutschland’ zu stärken“, meint der 38-jährige rechtspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Der Vorstoß widerspreche der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und festige „eine überkommene Geschlechterrolle in Teilen der muslimischen Gesellschaft“. Zudem bedeute er auch „eine Stigmatisierung von Männern“, weil er von einem Menschenbild zeuge, in dem Männer als „rein triebgesteuerte Wesen“ vorkommen. (re)

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