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Zwischen Fotografie und Malerei

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Dreieich - Künstler schwärmen immer wieder von den hervorragenden Bedingungen, die sie im Galerieraum der Stadtbücherei Sprendlingen für die Präsentation ihrer Werke vorfinden. Das ist bei Ilse Dreher nicht anders. Von Holger Klemm

Doch damit nicht genug: Für die Herbstausstellung der 24. Kunsttage arbeitet sie eigens an Objekten, die in dem Raum ihre besondere Wirkung entfalten sollen. Das langjährige Mitglied der Kunstinitiative Dreieich, sie steht hinter den Kunsttagen, hat sich für die Soloausstellung vom 7. November bis 7. Dezember einiges vorgenommen. Mit insgesamt 50 Arbeiten zwischen Fotografie und Malerei will die Künstlerin unter dem Titel „Schwebungen“ vor allem ihr neueres Schaffen präsentieren. Und dabei spielt das Wasser eine zentrale Rolle.

Die gebürtige Dreieichenhainerin lässt sich von der maritimen Bilderwelt inspirieren. Fotografien, die sie während ihrer Reisen gemacht hat, ergänzt sie um der Welt der Meerestiere. Die beiden Ausgangsmaterialien verarbeitet und verdichtet Dreher in ihren Fotografien und Objekten. Das erstarrte Bild einer Anhäufung von Wellen lässt sie beispielsweise auf immer neue Weise entstehen. Verschiedene Elemente werden manchmal übereinandergelegt, grenzen sich voneinander ab oder verbinden sich neu.

Stetig auf der Suche nach Veränderungen im Gleichen, versucht sie Geheimnisse aufzuspüren und den Blick des Betrachters zu irritieren. Ilse Dreher verspricht auch eine interaktive Arbeit, bei der es darum geht, Würfel immer neu zusammenzustellen. Hinter dem Titel „Moving Water“ verbirgt sich ein Projekt mit bewegten Bildern. Die Vernissage ist am Freitag, 7. November, um 18 Uhr. Zur Einführung spricht die Frankfurter Kunstwissenschaftlerin Brigitta Amalia Gonser. Der Verleger und Autor Axel Dielmann aus Frankfurt, der erst kürzlich im Galerieraum mit einer unterhaltsamen Lesung über die Suche nach der Kunst zu Gast war, wird die Eröffnung literarisch begleiten.

Eröffnung der Kunsttage in Dreieich

Im Rahmenprogramm präsentiert der Pianist Georgi Mundrov am Samstag, 29. November, um 18 Uhr ein Konzert mit Werken unter anderem von Chopin, Debussy und Albeniz, die Bezug nehmen zu „Wasser und Wellen, Schwingungen und Schwebungen“. Am letzten Tag, am Sonntag, 7. Dezember, um 16 Uhr liest Iris Welker-Sturm aus ihrem Buch „Das unerhörte Zwischen – Paradoxien und Wortspiele“. Zur Finissage wird auch der Katalog zur Schau erscheinen. Ilse Dreher: „Ich möchte noch die Bilder aus dem Galerieraum mit verwenden.“

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das 25-jährige Bestehen der Kunsttage im kommenden Jahr auf Hochtouren. Dazu planen die Mitglieder der Kunstinitiative in Zusammenarbeit mit den Bürgerhäusern ein großes Programm vom 24. April bis 18. Oktober. In der Frühjahrs- und Herbstausstellung steht jeweils eine besondere Auswahl von Künstlern aus den vergangenen 25 Jahren im Mittelpunkt. Die Burgfestspiele werden mit Aktionen und einem Skulpturenpark bereichert. Mit offenen Ateliers, Werkstätten, örtlichen Galerien, Straßentheater, Performance und Bodenmalerei-Aktionen möchte die Kunstinitiative außerdem unter Beweis stellen, wie reich Dreieich an Kunst ist.

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