Hundehasser auch in Dreieichenhain

Warnung vor Giftködern

Dreieich - Ein ungutes Gefühl dürfte Hundefreunde in Dreieichenhain ab sofort bei Spaziergängen begleiten. Die Stadt warnt vor Giftködern.

Einen Hund hat es bereits erwischt, heißt es aus dem Rathaus. Nach einem Spaziergang entlang des Offenthaler Wegs und in der Nähe des Friedhofs musste der Vierbeiner mit einer Vergiftung in die Tierklinik eingeliefert werden. Der Hund hat es überstanden. Die Ärzte bestätigen, dass es sich um Rattengift gehandelt hat.

Stadt warnt alle Hundebesitzer

Bürgermeister Dieter Zimmer spricht von einer schrecklichen Tat. „Wer macht so etwas? Und warum? Wie groß muss der Hass auf Hunde sein – oder auf deren Besitzer?“ Die Stadt warnt deshalb vorsorglich alle Hundebesitzer und bittet sie, ihre Schützlinge an die Leine zu nehmen und gut im Auge zu behalten. „Solange es keine Erkenntnis gibt, wo die Köder überall ausgelegt worden sind, ist das der einzige Schutz.“ Die Polizei ist eingeschaltet. „Wir schauen, was an der Sache dran ist“, sagt Sprecher Henry Faltin auf Nachfrage. Generell bedeute die Vergiftung eines Hundes noch nicht automatisch, dass jemand willkürlich Köder auslegt. „Wer einen Hund hat, der weiß, dass im Grün nicht nur Bekömmliches zu finden ist – etwa an Gift verendetes Aas.“

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Allerdings seien jüngst in Rodgau und Nidderau Köder gefunden worden – „darunter mit Rasierklingen gespickte Fleischwurst“, macht Faltin anschaulich. Die Polizei bittet Hundebesitzer achtsam zu sein, für eine konkrete Warnung fehlt der Polizei jedoch noch die Grundlage. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich an die Polizeidienststellen in Dreieich, Langen oder Neu-Isenburg zu wenden.

cor

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