Sportgelände in schlechtem Zustand

Karl-Nahrgang-Schule verlegt Bundesjugendspiele in die Halle

Dreieich - Die Pflege der Sportplätze ist in Dreieich immer für Diskussionsstoff gut – vor allem bei den Vereinen, aber nicht nur. Von Frank Mahn

Weil sich die Anlage in der Rheinstraße in schlechtem Zustand befindet, hat die Götzenhainer Karl-Nahrgang-Schule ihre Bundesjugendspiele in die Turnhalle verlegen müssen. Die Grundschule hat die Eltern vor einigen Tagen in einem Brief über die Planänderung und die Gründe dafür informiert. Eigentlich sollten sich die Kinder am nächsten Dienstag auf dem Gelände in der verlängerten Rheinstraße in verschiedenen Disziplinen aus dem Bereich Leichtathletik messen. „Leider befindet sich der Sportplatz in einem so schlechten Zustand, dass dort eine solche Veranstaltung zurzeit nicht möglich ist. Sowohl die Laufbahn als auch der Anlauf zum Weitsprung sind vermoost. Desweiteren ist eine Sprunggrube nicht zu benutzen. Daher mussten wir eine Alternative suchen“, heißt es in dem Schreiben.

„Wir haben eine gute Lösung gefunden“, sagt Konrektorin Sandra Neubauer. Es sei schade, dass die Bundesjugendspiele nicht wie all die Jahre zuvor auf dem Sportgelände stattfinden könnten, „aber die Verletzungsgefahr wäre einfach zu groß gewesen“. Natürlich hofft sie, dass diese Situation eine Ausnahme bleibt und die Bundesjugendspiele im nächsten Jahr wieder unter freiem Himmel ausgetragen werden können. Diesmal geht’s in die Halle, und zwar in zwei Etappen. Am Dienstag sind die dritten und vierten Klassen an der Reihe, am Mittwoch die ersten und zweiten. Auf dem Programm steht ein Turnwettbewerb. Die Verantwortlichen der Grundschule versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

Körper und Klamotte: Was Sportmode können muss

Den schlechten Zustand der Anlage in der Rheinstraße stellt Erster Stadtrat Martin Burlon nicht in Abrede. Auch er findet die Entwicklung bedauerlich. Als Ursache nennt er die Überschwemmung von Teilen des Geländes vor einigen Wochen. Nach starken Regenfällen habe die große Ackerfläche in unmittelbarer Nähe zur Sportanlage unter Wasser gestanden, schildert der Erste Stadtrat. Normalerweise fließe das Wasser unter dem zur Philippseicher Straße asphaltierten Feldweg ab und dann in den Hengstbach. Doch das habe nicht funktioniert, weil das Rohr verstopft gewesen sei. Deshalb hätten sich auch große Pfützen auf dem Asphalt gebildet, berichtet Burlon. Zwar habe man sich daran gemacht, die Missstände zu beheben, aber aufgrund personeller Probleme sei dies nicht in Gänze gelungen. „Es sind noch Arbeiten zu erledigen. Wir konnten der Schule nicht garantieren, dass wir rechtzeitig fertig werden“, räumt der Erste Stadtrat ein und fügt hinzu: „Das bleibt hoffentlich einmalig.“

Das Thema geht natürlich um im Ort. Und nicht jeder hat Verständnis. „Es ist noch nicht lange her, da wurden Spielplätze aus Kostengründen geschlossen. Wo sind denn jetzt die freigewordenen Kapazitäten aus der Spielplatzpflege?“, fragt ein Leser aus Götzenhain.

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