Knöllchen schrecken Parksünder nicht

Unverbesserliche Wildparker an Max-Eyth-Schule

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Während des Flohmarkts auf dem Obi-Gelände wurden Grünflächen an der Frankfurter Straße als Parkstreifen missbraucht. Die Stadt müsse dies unbedingt unterbinden, fordert die CDU.

Dreieich - Gegen unverbesserliche Wildparker im Umfeld der Max-Eyth-Schule ist nach wie vor kein Kraut gewachsen.

Seit mindestens zwei Jahren prangert die CDU-Fraktion die Zustände im Bereich der Einmündung des Sudetenrings in den Kurt-Schumacher-Ring immer wieder an – eine grundlegende Besserung kann Fraktionschef Hartmut Honka nicht erkennen. Die Kontrollen der Hipos schrecken nach seinen Beobachtungen nicht alle ab. Um das Zustellen von Sichtachsen und das Parken auf Grünflächen zu unterbinden, hatte die Stadt vor ein paar Monaten Findlinge am Rand der Grünanlage platzieren lassen. Kommentar Honka, der im Sprendlinger Norden wohnt und das Verkehrs- und Parkchaos allmorgendlich miterlebt: „Schön und gut, doch in diesem Bereich hat noch nie ein Auto geparkt. Wenige Meter daneben wird jedoch weiterhin fleißig und regelmäßig auf der Grünfläche geparkt.“

Dieser BMW gehört dort nicht hin. Bislang ist kein Kraut gegen die Wildparker an der Max-Eyth-Schule gewachsen.  

Seiner Mitteilung hat der Fraktionsvorsitzende als Beweis ein Bild beigefügt, das einen auf der Rasenfläche abgestellten BMW zeigt. Die Aussage aus dem Rathaus, dass im ersten Quartal 2016 bereits mehr als 200 Strafzettel geschrieben wurden, zeigt nach Auffassung des CDU-Politikers, „dass hier endlich etwas ernsthaft gegen den Parkdruck vor allem an den Schultagen der Max-Eyth-Schule unternommen werden muss“. Der Christdemokrat legt den Finger noch in eine andere Wunde. Und auch hier sieht er dringenden Handlungsbedarf. Während des Flohmarkts auf dem Obi-Gelände am Sonntag wurden die unmittelbar gegenüberliegenden Grünflächen an der Frankfurter Straße als Parkstreifen genutzt. „Die uns hierzu vorliegenden Bilder sind geradezu unglaublich. Die Stadt muss hier unbedingt auf die Veranstalter einwirken und dies auch an weiteren Flohmarktterminen kontrollieren. Diese Zustände können auf Dauer nicht geduldet werden.“

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Was die Situation in den Ringen angeht, hatte Erster Stadtrat Martin Burlon im März angekündigt, die Verkehrsinseln dort mit Hilfe von Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt umgestalten zu wollen. Die Planung sieht eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs und die Schaffung zusätzlicher Stellplätze vor. Zudem soll der Umbau die Orientierung verbessern. Auf die Probleme mit dem Flohmarkt habe man den privaten Betreiber schon vor Wochen hingewiesen, so Ordnungsamtschef Thomas Müller. Der habe daraufhin auch rot-weiße Hütchen in der parallel zur Frankfurter verlaufenden Straße aufgestellt, um das Parken in der Grünfläche zu verhindern. Dass Autofahrer jetzt einfach auf der anderen Seite ihre Wagen abstellten, sei ihm auch erst am Montag zu Ohren gekommen. „Wir werden nachhaken“, versichert Müller.

fm

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