Neue Partnerschule der Heinrich-Heine-Schule in Israel

Brücken bauen ins gelobte Land

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Schüler und Lehrer der Ben Zvi Junior High School bereiteten der Delegation aus dem Kreis Offenbach einen herzlichen Empfang. Die Isreal-Reise und speziell der Besuch an der Partnerschule der Heinrich-Heine-Schule bestätigten, wie stark die Bande ins gelobte Land bereits geworden ist.

Dreieich - Vor 20 Jahren mündeten freundschaftliche Kontakte nach Israel in eine Partnerschaft des Kreises Offenbach mit der Stadt Kiryat Ono. Seit Neuestem unterhält die Heinrich-Heine-Schule auch einen Jugendaustausch mit dortigen Ben Zvi Junior High School. Von Matthias Towae 

Eine Delegation mit Landrat Oliver Quilling an der Spitze stattete der Schule jüngst im Rahmen einer Bürgerreise einen Besuch ab. „Jugendaustausche sind wichtig. Für ein besseres gegenseitiges Verständnis und eine bessere Welt“, betont Quilling. Der Abstecher zur Ben Zvi Junior High School ist einer der vielen Höhepunkte während der zehntägigen Reise ins gelobte Land und zugleich der vorletzte Programmpunkt vor der Abreise. Seit vergangenem Jahr pflegen die Heine-Schüler und die Verantwortlichen um Schulleiterin Sigrid Harnischfeger die noch junge Partnerschaft. Diese geht auf eine Initiative von Quilling und Israel Gal, den Bürgermeister Kiryat Onos, zurück. Die Beziehungen sind so stark, dass mittlerweile alle Beteiligten Freundschaften verbinden. Als die Delegationsmitglieder in der Schule nahe Tel Aviv freudestrahlend von Leiterin Galit Levy und Schülern empfangen werden, herrschen weder Reserviertheit noch Berührungsängste vor. Die Gäste werden äußerst herzlich begrüßt. Für Außenstehende eine herzerwärmende Szenerie vergleichbar mit einem Familientreffen.

Es folgt eine mit Fotos und Videos gespickte und mit Musik hinterlegte Präsentation des zurückliegenden Besuchs israelischer Schüler im Landkreis. Auf Englisch lassen sie ihren Aufenthalt an der Heine-Schule und bei ihren deutschen Gastfamilien im März Revue passieren. Im Mai folgte dann der Gegenbesuch der Heine-Schüler in Kiryat Ono. Eine israelische Austauschschülerin befindet bei der Präsentation schließlich mit fester Stimme: „Wir haben nicht nur Partner gefunden, sondern Freunde und eine neue Familie.“

Als die Partnerschaft und der Schüleraustausch angeregt wurden, seien alle positiv aufgekratzt gewesen, erzählt eine andere Schülerin. In Vorbereitung auf den Austausch seien zusätzliche Kurse zu belegen gewesen. Schnell sei zudem eine Gruppe in einem sozialen Internetnetzwerk eingerichtet worden, um insbesondere nach dem Antrittsbesuch „in Verbindung zu bleiben“. „Alles, was wir in Deutschland unternommen haben, haben wir zusammen mit unseren neuen Familien gemacht“, betonen die aufgeweckten israelischen Schüler. Am Ende der Präsentation haben sie im Publikum etliche Herzen berührt, selbst das ein oder andere feuchte Auge ist zu sehen.

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Landrat Quilling betont im Anschluss, wie wichtig es sei, die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zu stärken und auszubauen. Die ebenfalls mitgereiste Schulleiterin Sigrid Harnischfeger ergreift ebenfalls das Wort: „Ihr seid alle wundervolle, junge Menschen. Ihr könnt stolz auf euch sein“, lobt sie die Präsentation. Ihre israelische Kollegin Levy betont abschließend die Besonderheit dieses lebendigen Austauschs.

Alle sind sich einig: Mag die Schulpartnerschaft noch so jung sein, sie sei sehr schnell erwachsen geworden und bilde eine stabile Basis für eine gemeinsame Zukunft. Apropos: Der nächste Schüleraustausch ist bereits besiegelt. Im März wird mehr als ein Dutzend Heine-Schüler ihre Freunde in Israel wieder besuchen und einmal mehr zu Botschaftern Deutschlands und der Völkerverständigung werden.

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