„Überflüssig und voreilig“

Lärmschutz an der A661: FDP blitzt mit Anträgen ab

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Dreieich - Allein auf weiter Flur stand FDP-Vertreter Oliver Heidecker im Haupt- und Finanzausschuss beim Thema Lärmschutz an der A661.

Der Antrag der Liberalen, mögliche Regressforderungen zur Lärmschutzwand am Heckenborn zu prüfen, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt, der zur Berechnung der Kosten für eine eventuelle zweite Lärmschutzwand auf Dreieichenhainer Seite schließlich von Heidecker zurückgestellt. „Überflüssig und voreilig“, lautete der einhellige Tenor. „Wir müssen vorbereitet sein“, warb der FDP’ler vergeblich für den Antrag zu den Regressforderungen. „Wenn es solche Hinweise geben sollte, werden wir denen selbstverständlich nachgehen“, versicherte Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos). Ansonsten sprachen sich CDU, SPD und Grüne für den von Burlon im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie skizzierten Weg aus. Demnach soll sich erst einmal ein Professor der TU Darmstadt der Sache annehmen. Kritik wurde erneut am Vorgehen der Bürgerinitiative laut, weil sie ihr Gutachten der Stadt nicht zur Verfügung stelle.

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Der Antrag für eine Lärmschutzwand wecke Erwartungen bei den Anwohnern, die nicht zu halten seien, hieß es in der Sitzung. Zudem sei nicht klar, wie eine solche aussehen sollte. Es gebe andere Möglichkeiten zur Lärmminderung. Hartmut Honka (CDU) nannte ein Tempolimit, aber auch die für nächstes Jahr von Hessen Mobil angekündigte Sanierung der Fahrbahn Richtung Norden. Dazu hat er als Landtagsabgeordneter Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) um einen möglichst frühen Beginn der Arbeiten 2017 gebeten. Im besagten Teilstück seien die Fahrgeräusche deutlich lauter als auf der nach Süden führenden Fahrbahn. Das hänge wohl mit den bekannten Rissen und Fahrbahnschäden zusammen.

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hok

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