Heute Vorstellungen im Bürgerpark

Manege frei für Kästner-Kids

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So wird’s gemacht: Tino Krämer vom Zirkus Baldini studierte mit den Kindern der Kästner-Schule eine Jonglagenummer ein. Am heutigen Freitag um 16 und um 18.30 Uhr sind im großen Zelt im Bürgerpark zwei öffentliche Vorstellungen angesetzt. Dann zeigen die Kids, was sie in dieser Woche alles gelernt haben.

Sprendlingen - Kurz senkt sich Dunkelheit in das große Zelt, es herrscht gespanntes Schweigen. Dann erstrahlen bunte Scheinwerfer und erleuchten die Manege, während aus den Lautsprechern fröhliche Musik erklingt. Von Daniel Untch 

Durch den Vorhang tritt Zirkusdirektor Johannes und kündigt unter lautem Beifall die erste Nummer der Show an. Die Projektwoche der Erich-Kästner-Schule in Sprendlingen ist in diesem Jahr wirklich etwas Besonderes. Unter Anleitung der Familie Krämer vom Zirkus Baldini studieren die rund 300 Kinder verschiedene Zirkusnummern ein, die sie heute zum Abschluss im großen Zelt im Bürgerpark allen Interessierten präsentieren. „Es ist toll zu sehen, wie viel Spaß die Kinder haben“, freut sich Schulleiter Peter Seidel. Schule sei heutzutage oft sehr kopflastig. „Daher ist es toll, dass die Schüler einfach so ein tolles Erlebnis haben“, so Seidel. Und das ist wahrlich nicht übertrieben. Die kleinen Artisten, Clowns und Dompteure vollführen ihre Nummern stets mit einem breiten Lachen im Gesicht.

Zur Auswahl standen verschiedene Aktivitäten, unter denen die Kinder wählen konnten. So gibt es Trapezkünstler, Trampolinspringer, die verschiedene Figuren lernen, eine Hula-Hoop- und Jongliergruppe und verschiedene Nummern mit kleinen Ponys und Hunden. „Am ersten Tag konnten sich die Kinder alles anschauen und dann wurde nach Interesse und Talent entschieden, wer den Rest der Woche was lernt“, erklärt Seidel. Daniel, Joschi und Melek haben sich fürs Trampolin entschieden. „Wir haben zuerst den Strecksprung gelernt, außerdem noch den Stern und das Snowboard“, berichten sie aufgeregt von den verschiedenen Sprüngen und Figuren. „Am Ende haben wir auch eine Rolle und einen Sprung durch einen Reifen gemacht“, ergänzt Joschi.

Die Ergebnisse aller Gruppen sehen bei der Generalprobe bereits sehr gut aus. So führen vier Schülerinnen ihre Ponys gekonnt durch die Manege, wechseln dabei die Formation und lassen die Tiere über ein kleines Hindernis springen. Der verdiente Applaus wird mit einer Verbeugung entgegen genommen. Denn auch solche Details geben die Profis der Familie Krämer den Kindern mit. „Wenn ihr hinten auf euren Auftritt wartet, dann dürft ihr nicht durch den Vorhang ins Publikum gucken, das lenkt sonst ab“, erklärt ein Teammitglied, während die jungen Künstler gespannt zuhören, um nichts falsch zu machen.

Schulleiter Seidel ist hin und weg. „Die Zirkustruppe hat es wirklich drauf, den Kindern zu sagen, worauf es ankommt.“ Auch von der Unterstützung der Stadt ist er angetan. „Ohne den Platz für das Zelt hier im Bürgerpark wäre es natürlich nicht gegangen.“ Und auch bei der Bereitstellung von Strom und sonstiger Infrastruktur sei die Unterstützung wertvoll gewesen.

Die kleinen Artisten proben zu unterschiedlichen Zeiten in drei Gruppen. Während die einen in der Manege stehen, beschäftigen sich die anderen Kinder auf dem Schulgelände mit allem rund um das Thema Zirkus. „Die einen malen Werbeplakate für die Aufführungen, andere schreiben Programme. Die Kinder schreiben ein Tagebuch über ihre Erlebnisse mit dem Zirkus und auch im Englischunterricht nehmen wir das Thema durch“, erzählen die Lehrerinnen Yvonne Schmidt und Silvia Kaluza. So dreht sich in dieser Woche an der Erich-Kästner-Schule alles rund um den Zirkus. Lehrer und Schüler zeigen sich rundum begeistert von der Projektwoche, sodass sich das halbe Jahr Planungszeit gelohnt hat. Heute Abend folgt der große Abschluss mit zwei Aufführungen. Die erste findet um 16 Uhr, die zweite um 18.30 Uhr statt, hoffentlich mit voll besetzten Zuschauerrängen, damit die jungen Artisten für ihre harte Arbeit belohnt werden.

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