„Erfolg über einen langen Zeitraum“

Minister Grüttner informiert sich über JobFit-Projekt

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Der Grundgedanke von Job-Fit: Sportvereine unterstützen junge Frauen und Männer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder Weiterbildungsmöglichkeiten. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (Zweiter von hinten links) informierte sich in Dreieich über das Projekt.

Dreieich - Was einmal klein in zwei Kommunen des Kreises Offenbach begonnen hat, ist inzwischen zur überregionalen Erfolgsgeschichte geworden. „Wir sind mit dem Projekt im ganzen Land unterwegs“, freute sich Landrat Oliver Quilling (CDU). Von Barbara Scholze 

JobFit – vom Vereinssport zum Job heißt die Initiative, auf die der Verwaltungschef so stolz blickt. Der Grundgedanke: Sportvereine unterstützen junge Frauen und Männer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder Weiterbildungsmöglichkeiten und nutzen dabei ihre gut gestrickten Netzwerke. „Mit solchen Hilfestellungen können die Jugendlichen ihre eigene Zukunft erfolgreich gestalten“, lobte Stefan Grüttner (CDU). Zum zehnten Geburtstag des Projektes war Hessens Sozialminister in das Haus des Lebenslangen Lernens nach Sprendlingen gekommen, um Schüler der Dreieicher Max-Eyth-Schule live bei Fortbildungsmaßnahmen zu erleben. Stellen doch zwei Hauptsäulen das Konzept dar. Zum einen bilden Workshops zu Themen wie Einstellungstests und Rhetorik die Qualifizierungslinie.

Darüber hinaus garantieren die Übungsleiter der Vereine eine kontinuierliche Betreuung, auch dann noch, wenn die Jugendlichen bereits in eine Ausbildung vermittelt sind. Ein großer Teil der Mittel für das Projekt stammt aus dem Europäischen Sozialfonds, geöffnet wurde die Maßnahme inzwischen auch für junge Flüchtlinge.

Hatte JobFit bei seinem Start im Jahr 2006 anfangs noch 90 Teilnehmer, wovon 45 Jugendliche einen Einstieg ins Berufsleben fanden, so haben in den vergangenen sieben Jahren rund 1 800 junge Frauen und Männer teilgenommen, und es gab mehr als 300 Vermittlungen. „Das ist ein großer Erfolg über einen langen Zeitraum“, lobte Grüttner. Ab dem kommenden Jahr soll das Projekt nun komplett in ehrenamtliche Hände übergehen. „Wir müssen die Nachhaltigkeit sichern“, sagte Marcel Subtil, Leiter der Förderung des Ehrenamtes, Sport und Kultur beim Kreis Offenbach. „Mittel für spezielle Projekte wird es auch in Zukunft geben, vor allem im Hinblick auf die jugendlichen Flüchtlinge“, versprach der Sozialminister.

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