Naturlehrpfad durch Baierhansenwiesen

Wissen, was hier wächst

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Über den 5000 Euro-Scheck für den neuen Naturlehrpfad freuen sich (von links): Markus Härtter (Stiftung), Dr. Daniel Schmid (Zukunft Dreieich), Petra Thon (Deutsches Naturheilkunde Museum), Klaus Rehwald (Vorsitzender des Kreis-Naturschutzbeirates), Tim Segner und Reinhold Gerhardt (beide Vorstand Zukunft Dreieich) sowie Landrat Oliver Quilling.

Dreieich - Wo sich vor ein paar Monaten noch Müllberge türmten, sprießen seit kurzem Blumen und Heilkräuter: Die Baierhansenwiesen laden zum Verweilen ein, seitdem sie von Müll befreit und renaturiert worden sind.

Ein Hingucker der Sprendlinger Wiesen ist der Kräutergarten in deren Mitte: In einer Gewächsspirale gedeihen Rosmarin, Oregano und Thymian. Ein paar Meter weiter blühen Blumen, Lavendel und Obstbäume auf einer Bienenwiese. Nun sollen die Baierhansenwiesen um eine Attraktion reicher werden: Ein Naturlehrpfad wird den Besuchern künftig die dortige Flora und Fauna näherbringen. Die Stiftung „Miteinander Leben“ unterstützt das Vorhaben mit 5000 Euro. Landrat Oliver Quilling, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, übergab am Montag einen entsprechenden Scheck an Vertreter des Vereins Zukunft Dreieich, der – unterstützt von Stadt und Kreis – die treibende Kraft bei der Gestaltung des Areals gewesen war. Dessen Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt, die Baierhansenwiesen nicht nur zu einem Naherholungsgebiet aufzuwerten, sondern mit dem geplanten Pfad auch den Naturschutzgedanken herauszustellen.

Der Naturlehrpfad soll in einen bereits vorhandenen Rundweg des BUND integriert werden. Sieben Lehr- und Bildtafeln informieren künftig die Besucher über Themen von ökologischer Bedeutung und sollen ihnen das Biotop Baierhansenwiesen näherbringen. Zum Thema haben sie den Lebensraum Bachlauf, die heimischen Fledermäuse und das Leben auf den Streuobstwiesen; sie erklären überdies Wissenswertes über Naturkräuter, einheimische Vögel, Blühendes auf Feld und Wiesen sowie einheimische Amphibien.

„Diese Idee wollten wir als Stiftung unterstützen, indem wir uns an den Kosten für die Herstellung der Bildtafeln sowie für die Anschaffung der dazugehörigen Trägersysteme beteiligen“, begründet Quilling die Entscheidung des Vorstands. Die Stiftung „Miteinander leben“ fördert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Bildung, Erziehung, Völkerverständigung, Jugend- und Altenhilfe, Kunst, Kultur und Naturschutz. Die Projekte müssen im Interesse der Bürger im Kreis liegen. Vorrang haben solche, die nicht zu den regulären Aufgaben der Verwaltung gehören und bei denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren. Die Gelder der Stiftung dienen als Anschubfinanzierung, um Projekten auf die Beine zu helfen.

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Anträge sind schriftlich zu stellen an: Stiftung „Miteinander Leben“, Geschäftsführer Markus Härtter, Werner-Hilpert-Straße 1, 63128 Dietzenbach. Infos unter www.stiftung-ml.de oder 06074/8180-5404. (jrd)

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