Parallel zu den Festspielen heißt’s wieder „Kunst in der Burg“

Turmruine mit Goldlametta

+
Lametta und altes Gestein – ein Kontrast, der ab sofort weithin von „Kunst in der Burg“ kündet.

Dreieichenhain - Zusammen mit den Festspielen hält auch die Kunst Einzug in die Burgruine. Ab kommender Woche heißt es einmal mehr: „Kunst in der Burg“. Wer mit offenen Augen durch das alte Gemäuer läuft, wird Skulpturen und Installationen von vier Künstlern entdecken. Die Vernissage steigt am Dienstag, 5. Juli, um 19 Uhr.

Im Palas, im Burggarten, auf den Grünanlagen und außen an der Turmburg werden die Werke um die Aufmerksamkeit der Besucher buhlen, die an den Festspieltagen noch zahlreicher auf das Burggelände strömen als sonst ohnehin. Die Garanten für den künstlerischen Sommer sind Jürgen Wegener, Wanda Pratschke, Ingrid Hornef und Ilse Dreher. Ihre Arbeiten sind bis zum Ende der Burgfestspiele am 21. August bei freiem Eintritt zu sehen.

Weithin sichtbar ist Ilse Drehers Installation „Überfluss“, ein 1,5 Meter breiter und rund 15 Meter langer Strang Goldlametta, der an der Turmburg befestigt wurde und über den Weiher hinweg das Aushängeschild von „Kunst in der Burg“ darstellt. Die Dreieichenhainerin Ilse Dreher gehört seit 2005 der Kunstinitiative Dreieich an und hat als Kuratorin der 25. Kunsttage Dreieich vergangenes Jahr maßgeblich zum Erfolg der umfangreichen Jubiläumsausgabe beigetragen.

Im Burggarten ist Ingrid Hornef mit ihrer Installation „Line“ vertreten, dabei handelt es sich um 20 im Rasen verankerte Stäben in einer akkuraten Linie. Ihr Anstrich in Schwarz-Weiß variiert. Die Künstlerin lebt in Hofheim und Südafrika und setzt sich mit Vorliebe mit dem Zufall in der Kunst auseinander.

Jürgen Wegener aus Bad Nauheim bringt fünf seiner „türme 1997 - 2000“ im Palas zur Geltung. Die aus Kunststoff gefertigten Werke tragen architektonische Züge und bilden mit ihren teils schrillen Farben einen Kontrast zum alten Gemäuer ringsherum. In den Grünanlagen sind ferner drei figürliche Bronzeskulpturen mit den Titeln „Schöne“, „Granatapfelarm“ und „Traum“ zu sehen. Gefertigt wurden sie Wanda Pratschke, die in Frankfurt lebt und arbeitet. Die Freiluft-Ausstellung ist Teil der 26. Kunsttage. In zweieinhalb Monaten folgt mit der Herbstschau vom 15. September bis 2. Oktober der nächste Streich. (cor)

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Dreieich

Kommentare