Rückschnitt soll Entlastung bringen

Rettungsaktion für Eiche

+
Die Spezialisten befreien die Eiche am Dreieichplatz von unnötigen Trieben, die den Baum in seiner Standfestigkeit belasten. Damit soll auch das Wachstum von gesundem Holz angeregt werden, um dem schädlichen Pilz Einhalt zu gebieten.  

Dreieichenhain - Sie ist den Dreieichenhainern ans Herz gewachsen, doch ein Baumpilz bedroht ihre Standfestigkeit. Deshalb steht gestern ein Rückschnitt der Eiche am Dreieichplatz an.

Mit dieser Aufgabe sind Spezialisten betraut, die sich - durch Seile abgesichert - im Geäst der Eiche am Dreieichplatz zu schaffen machen. Mit geschultem Blick entfernen sie mit der kleinen Handsäge Äste, die als „junge Triebe“ den Baum in seiner Struktur zunehmend belasten. „Je mehr Widerstand die kleinen Äste den Winden bieten, desto stärker wird der Baum belastet“, heißt es vom beauftragten Dreieicher Unternehmen Freelance Baumpflege. Eine Motorsäge kommt nicht zum Einsatz.

Durch den Beschnitt soll die Gesamtbelastung für die geschädigte Eiche reduziert werden, Ziel ist zudem eine Revitalisierung des Baumes, um das Dickenwachstum, das der Beschädigung durch den Lackporling entgegenwirkt, zu fördern. Nach den bisherigen Rückschnitten sei das immer geglückt, teilt der DLB mit, der die Arbeiten in Auftrag gegeben hat. Im Prinzip sei das ein Wettlauf zwischen dem Abbau im Inneren des Baumes durch den Schädling und dem Zuwachs an gesundem Holz, hatte Sylvio Jäckel im Vorfeld betont. Die Restwandstärke müsse mittlerweile alle zwei Jahre kontrolliert werden.

Spalierobst in den Garten setzen

Im benachbarten Café verfolgen einige Dreieichenhainer, was mit „ihrer“ Eiche geschieht. „Es ist schade um jeden Baum, der gefällt werden muss“, meint eine ältere Passantin im Vorbeigehen. Doch die beiden noch vorhandenen Eichen auf dem Dreieichplatz seien von großer Bedeutung. Drei Mitarbeiter der Ordnungspolizei sichern die Arbeiten ab. Sie müssen kurzfristig den Verkehr stoppen. Sonst gibt es keine Behinderungen. (lfp)

Kommentare