„Romie goes Orchestra“ vom Verein YouGen 

Vorfreude auf zauberhaften Abend

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Paula Stenger (links) und Jule Heidmann haben vor drei Jahren die Band Romie gegründet. Mit ihrer Mischung aus Folk und Pop haben sie sogar schon auf einem Festival in Irland die Zuhörer verzaubert. Im Sprendlinger Bürgerhaus heißt es am 3. Juni „Romie goes Orchestra“ – dann treten die beiden jungen Frauen gemeinsam mit einem 50-köpfigen Ensemble auf.  

Dreieich -  Das erste und ursprünglich als einziges angesetzte Konzert in Frankfurt war im Handumdrehen ausverkauft. Auch für das Zusatzkonzert gingen die Karten weg wie warme Semmeln. Das Publikum war hin und weg. Von Sina Gebhardt 

Gründe genug, einen dritten Termin anzusetzen: Dreieich kann sich auf „Romie goes Orchestra“ freuen. Dahinter verbirgt sich ein außergewöhnliches Musikprojekt. Zwei Musikstudentinnen, die Musik machen – daran ist zunächst einmal gar nichts Ungewöhnliches. Und doch haben es Jule Heidmann und Paula Stenger als Band Romie geschafft, mit ihrer Musik so zu begeistern, dass sich ihre Kommilitonen zu einem Orchester zusammenschließen, um die beiden bei einem außergewöhnlichen Konzert zu begleiten. „Romie goes Orchestra“ heißt diese Symbiose, die nun vom Verein zur Förderung von Jugendkultur YouGen und Uwe Herzog nach Dreieich ins Bürgerhaus geholt wird, um am 3. Juni auch hier das Publikum zu verzaubern.

Eigentlich sind es nur eine Gitarre, zwei besonders harmonische Stimmen und ganz viel Gefühl und Leidenschaft, die den wunderschönen Sound von Romie ausmachen. Vor drei Jahren gründeten Jule Heidmann und Paula Stenger, beide Lehramtsstudentinnen an der Goethe-Universität in Frankfurt, ihre Band und haben sich mit den selbstkomponierten Liedern dem Folk-Pop verschrieben. Dass sie damit bereits bei einem Musikfestival in Irland erfolgreich waren, spricht für sich. Das Cross-Over-Projekt verdanken die beiden Fabian Sennholz, denn der Professor für Ensemblearbeit wählte sie für ein großangelegtes Arrangierprojekt aus.

Das Auftaktkonzert im Palmengarten Frankfurt vergangenen Juni und ein Zusatzkonzert im November liegen bereits hinter dem Duo und ihrem 60-köpfigen Ensemble. „Wir haben so viel Herzblut und unglaublich viel Arbeit in das Projekt gesteckt, da sollte es nicht bei einem Mal bleiben“, sagt Stenger. Dass „Romie goes Orchestra“ nun auch nach Dreieich kommt, war naheliegend – stammt Heidmann doch aus der Hengstbachstadt und hat gute Kontakte zu Uwe Herzog, der als Organisator des Konzerts fungiert. „Ich habe seit Jahren nicht mehr gehört, dass zeitgenössische Popmusik so schön mit einem Orchester vertont wurde“, begeistert er sich. Die Mittel für das Konzert hat das Duo durch die Crowdfunding-Initiative „kulturMut“ der Aventis Foundation bekommen und hiesige Sponsoren, darunter die Sparkasse Langen-Seligenstadt und Fraport, konnten die sympathischen Studentinnen ebenfalls für sich gewinnen.

So wirkt Musik auf unseren Körper

15 Songs aus der Feder des Duos wird es bei dem zweistündigen Konzert zu hören geben. Und es wird nicht bei Folk und Pop bleiben. Dank Orchester und Chor geht’s auch in Richtung Swing mit Big-Band-Charakter. Die Vorfreude ist bei allen Beteiligten spürbar, so auch bei Alexander Graff von YouGen: „Es ist für uns eine Premiere als Konzertveranstalter. Aber es stecken so viel Leben, Emotionen und Potenzial in dem Projekt, dass wir das als Veranstalter unterstützen wollen.“

Bekannt ist der Verein vor allem für das Heimspiel-Open-Air in Dreieichenhain mit House- und Technomusik. Die melodischen Klänge und bezaubernden Stimmen von Romie fallen da freilich in eine ganz andere Kategorie. Aber: „Wir schauen über unseren Horizont hinaus und möchten unserer Zielgruppe auch andere Musik ans Herz legen“, erläutert Graff die Entscheidung.

Am Freitag, 3. Juni, um 19.30 Uhr beginnt das Konzert. Die Tickets kosten 14 Euro für Erwachsene, mit Ermäßigung sieben Euro und sind an der Abendkasse sowie ab sofort im Bürgerhaus Dreieich (Fichtestraße 50), beim Verein YouGen oder auch über direkten Kontakt zur Band (www.facebook.com/RomieMusic) erhältlich.

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