Stadt darf nicht nachlassen

Runder Tisch ist zufrieden mit Projekten für Radverkehr

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Sind größtenteils zufrieden mit dem, was bisher in Dreieich für Radfahrer umgesetzt wurde: Die Teilnehmer des Runden Tisches bei ihrer Tour, hier vor dem Parkschwimmbad. 

Dreieich - 21 Stationen lagen auf ihrem Weg: Die Mitglieder des Runden Tisches Radverkehr besichtigten auf dem Drahtesel bereits umgesetzte und geplante Projekte, die die Stadt fahrradfreundlicher machen sollen. Sie finden: Obwohl schon viel geschafft wurde, gibt es für Radstrecken der Stadt noch Verbesserungsbedarf.

Vier Stunden, 15 Kilometer, 21 Besichtigungspunkte – und Dauerregen. Der konnte die zwölf Mitglieder des Runden Tisches Radverkehr aber nicht von ihrer großangelegten Erkundungstour durch große Teile des Dreieicher Stadtgebiets abhalten. „Alle zwei Jahre begeben wir uns auf eine solche Inspektionstour, um uns vor Ort über die Verbesserungen im Radverkehrsnetz zu informieren“, sagt Thomas Müller, Leiter des Fachbereichs Bürger und Ordnung, der auch den Runden Tisch koordiniert. So ging es zu den Stationen, an denen in den vergangenen Jahren Projekte des Radverkehrausbaus umgesetzt wurden oder an denen sie geplant sind. Auf die umfangreiche Liste hatten es unter anderem der Knoten an der Eisenbahnstraße/Wienandstraße/Theodor-Heuss-Straße/Feldweg zur Rostadt, der Radfahrstreifen auf der Südseite der Eisenbahnstraße und die optionale Radverkehrsführung auf der Nordseite geschafft.

Aber auch die Fahrrad-Parksituation am Bahnhof Buchschlag wurde von den zwölf Radfahrern begutachtet, genau wie die geplante Fahrradstraße Buchschlag–Sprendlingen oder die Trassenführung der Raddirektverbindung Darmstadt–Frankfurt innerhalb Sprendlingens. Auf dem Prüfstein standen auch die Knotenpunkte Frankfurter Straße/Robert Bosch-Straße/Kurt Schumacher-Ring sowie die Kreuzung Offenbacher Straße Robert Bosch-Straße/ Otto-Hahn-Straße. Auch am Radweg Darmstädter Straße zur Heinrich Hertz-Straße, der sich noch im Bau befindet, machten die Radfahrer Halt – mit zufriedenen Gesichtern. Mit diesem Bauprojekt würde die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radler erhöht, bekundeten die Teilnehmer des Runden Tisches, der sich 2007 nach einer Radtour der Stadtverordneten mit Mitarbeitern der Verwaltung gebildet hatte. Mit den seit 2008 erreichten Verbesserungen, darunter der kürzlich fertiggestellten Querungsstellen an der L3317 in der Neuhöfer Straße, in Höhe verlängerte Herrnröther Straße und Auf der Hub, zeigte man sich ebenfalls zufrieden.

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Dennoch sind sich die Teilnehmer der Inspektionstour einig: Die Anstrengungen der Stadt zur Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, aber auch zur Verbesserung der Radinfrastruktur, dürften nicht nachlassen. Dabei sollte das stetige Ziel darin liegen, den Radverkehrsanteil ständig zu erhöhen – und dadurch die Bürger dazu zu bewegen kurze Strecken mit dem Fahrrad anstelle des Autos zurückzulegen.

„Dies wird uns aber nur gelingen, wenn wir weiter sichere, komfortable Radwegeverbindungen schaffen,“ sagt Teilnehmerin Karin Eisenhauer, die Leiterin der Straßenverkehrsbehörde. Eisenhauer gibt daneben zu bedenken, dass man die notwendige Infrastruktur einrichten müsse, wie zum Beispiel sichere Radabstellanlagen. Nach den vielen gewonnenen Eindrücken zieht Fachbereichsleiter Müller eine durchaus positive Bilanz der Rundfahrt. (jrd)

Die Ergebnisse der Rundfahrt werden in der nächsten Sitzung des Runden Tisches am 13. Juli besprochen.

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