Beschränkung auf die konkret geplanten Projekte

Wohnungen: Grüne wollen auf Sicht fahren

Dreieich - In der gemeinsamen Sitzung aller Ausschüsse zur geplanten städtischen Wohnungsbaugesellschaft haben sich die Grünen noch enthalten. Zustimmen wollen sie, wenn ihr Änderungs- beziehungsweise Ergänzungsantrag in die Vorlage des Magistrats eingeflossen ist. Von Holger Klemm 

„Wir sollten erst einmal auf Sicht fahren“, regte Fraktionsvorsitzender Roland Kreyscher in der Sitzung an. Die Grünen wollen, dass die gesamte Organisation der Wohnungsbaugesellschaft sich erst einmal auf die konkret geplanten 144 Sozialwohnungen beschränkt. Deshalb sollten die Verträge zunächst auf fünf Jahre begrenzt werden. Für die weitere Entwicklung im Wohnungsbau möchte die Fraktion die Ergebnisse des 2018 abgeschlossenen Arbeitskreises zur Stadtentwicklung abwarten. Darüber hinaus wird gefordert, den Passus zu streichen, dass die Gesellschaft für die Bereitstellung des Baulandes zuständig ist. Das soll weiterhin Sache der Stadt bleiben. Eine weitere Ergänzung bezieht sich auf die sonstigen Dienstleistungen bei den Aufgaben, die die Grünen näher erläutert haben wollen.

Durch den Arbeitskreis erhoffen sich die Grünen endlich ein schon lange gewünschtes Konzept, wie die Stadt sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln kann. „Dem sollte nicht vorgegriffen werden“, begründete Kreyscher in der Sitzung. Deshalb sollte sich die Wohnungsbaugesellschaft erst einmal auf die geplanten Projekte auf dem ehemaligen Opel-Gelände und am alten BIK-Haus an der Hainer Chaussee konzentrieren.

Auch wenn die eigentliche Diskussion über den Antrag erst in der Stadtverordnetensitzung am Dienstag, 20. September, um 19.30 Uhr ansteht, gab es bereits erste Stellungnahmen in der gemeinsamen Ausschusssitzung. Bürgermeister Dieter Zimmer wollte den Grünen die Angst nehmen, dass die Wohnungsbaugesellschaft Projekte an den Stadtverordneten vorbei angehen könnte. „Die Entscheidung über die Stadtentwicklung trefft weiterhin allein Ihr“, versicherte er. Bedenken äußerte Zimmer zu der geforderten zeitlichen Begrenzung für die Gesellschaft. „Wer will sich dann noch bewerben?“, fragte er. Für einen Geschäftsführer gebe es sowieso erst einmal einen befristeten Vertrag.

Ein Traumhaus aus Stroh: Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Dr. Markus Vogel, dessen Büro vom Magistrat mit einer Untersuchung zur Organisationsform der Gesellschaft beauftragt worden war, betonte, dass eine solche sich ständig Gedanken über die Fortführung ihrer Tätigkeit machen sollte. Keine Bedenken wurden zur gewünschten Streichung der Baulandbereitstellung und zur näheren Definition der Dienstleistungen laut. Aber auch ohne die Grünen gibt es wohl eine Mehrheit für das Projekt, da in der Sitzung der Ausschüsse CDU und SPD dafür stimmten.

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