Nach Gutachten zur Auslastung

Sportplätze: Freie Wähler haken nach

Dreieich - Sieht so aus, als würde den Freien Wählern bald der Geduldsfaden reißen.

Weil es zumindest nach außen keine Anzeichen gibt, ob sich in der Diskussion um die Sportplatzgebühren und die städtischen Anlagen eine Entscheidung anbahnt, bohrt die Fraktion mit einer schriftlichen Anfrage an den Magistrat nach. Die FWG will wissen, wohin die Reise geht. „Verfolgt der Magistrat weiterhin die mögliche Konzeption, Ersparnisse über die Entwidmung von Sportanlagen herbeizuführen, um den Kienbaum-Empfehlungen gerecht zu werden? Steht die Schließung von Plätzen noch zur Diskussion?“, fragt Stadtverordneter Holger Gros.

Hintergrund für die Anfrage ist ein von der Stadtregierung beauftragtes Gutachten zur Auslastung der städtischen Sportplätze, das seit Frühjahr vorliegt. Das Büro aus Kaiserslautern hält die Sportanlagen Im Haag in Dreieichenhain und An der Sandkaut in Offenthal für verzichtbar. „In der Öffentlichkeit haben mehrere Vereine die Ergebnisse des Gutachtens mit Nachdruck verworfen, der Magistrat hat sich hierzu jedoch noch nicht geäußert“, sagt Gros. Eine öffentliche Stellungnahme sei aber dringend geboten, so seine Einschätzung.

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„Wir Freien Wähler haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir von der Schließung von Sportanlagen nichts halten. Wir würden uns freuen, wenn auch der Magistrat zu der öffentlich geäußerten Erkenntnis gelangt, dass eine Schließung für unsere soziale Infrastruktur und die Ermutigung unserer Vereine nicht zielführend ist“, meint Gros. Mit Blick auf die durch die Einführung der Sportplatzgebühren hervorgerufene gesamte Konfliktsituation der Stadt mit den Vereinen bekräftigt der Parlamentarier den Standpunkt seiner Fraktion. „Gebt den Vereinen die Schlüsselgewalt und gebt ihnen ein auskömmliches Budget, um der Handlungsverantwortung gerecht zu werden.“ Die Sportplatzkommission befasst sich in Kürze mit zwei Konzepten, die von Vereinsseite ausgearbeitet wurden. Ziel ist es, einen Kompromiss zu finden. (fm)

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