Stadtrat bittet um Geduld

Sportplätze in Dreieich: FWG-Antrag abgelehnt

Dreieich - Die Freien Wähler sind erklärte Gegner der Sportplatzgebühren. Mit ihrem Antrag, sie abzuschaffen und mit Vereinen stattdessen einen Vertragsentwurf zur Übertragung der Schlüsselgewalt auszuarbeiten, ging die FWG im Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur allerdings baden.

Aus Sicht der anderen Fraktionen kommt der Vorschlag zur Unzeit, da gerade ein Gutachten zur etwaigen Schließung von Sportplätzen als Einspar-Alternative ausgewertet werde. „Die Abschaffung der Gebühren müssten wir im Kontext der bevorstehenden Gesamtmaßnahme diskutieren“, sagt Christian Barufke (Grüne). Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) bittet ebenfalls um Geduld, um eine Lösung zu erarbeiten, die das Gros der Vereine mittragen kann. Das könne eine Abschaffung der Gebühr sein, dann müsse die Stadtkasse aber anderweitig entlastet werden.

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Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) stellt in diesem Zusammenhang klar, dass die Nutzungsgebühren seit 2014 im Rahmen der Kienbaum-Konsolidierung erhoben werden. „Wenn die FWG in ihrem Antrag schreibt, dass das Sponsoring der DSBM die Geschäftsgrundlage für die Einführung der Sportplatznutzungsgebühren war, dann ist das schlicht falsch.“ Auf die Frage, wie es um die Abrechnung für das Jahr 2015 bestellt ist, berichtet Burlon, dass den Vereinen Bescheidsentwürfe zugegangen sind. Zu diesen können sie Stellung nehmen und etwaige Missverständnisse ausräumen, ehe die endgültigen Bescheide rausgehen. „Jeder Verein weiß also in etwa, was an Kosten für 2015 auf ihn zukommt“, so der Stadtrat.

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Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie lehnte den Antrag ebenfalls ab. Nur die AfD stimmte mit der FWG.

cor

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