Sudetenring und Kurt-Schumacher-Ring

Schöner sitzen und besser spielen im Sprendlinger Norden

+
Farbe für den zuvor etwas faden Zaun: Unter Anleitung der Künstlerin Janine Makris-Gregor haben Kinder aus dem Quartier Kunstwerke geschaffen und damit mehr Pep reingebracht.

Sprendlingen - Neue Sitzgelegenheiten, neue Spielangebote für Kinder und Jugendliche und dazu „Kunst am Zaun“ – im Rahmen des Projekts Soziale Stadt hat es in den Grünflächen im Bereich Sudetenring und Kurt-Schumacher-Ring einige Verbesserungen gegeben.

Das Eröffnungsfest als Rundgang durch das Viertel: „Wir wollen die kleinen und größeren Veränderungen und Verschönerungen durch unsere Projekte jetzt der Öffentlichkeit präsentieren“, erklärt Margot Acht, Stadtteilmanagerin im Sprendlinger Norden, den Teilnehmern. Die Einbindung der Bewohner ist ein zentrales Element des Projekts Soziale Stadt. So gehen etliche der Neuerungen auf einen ersten Spaziergang zum „Ideen sammeln“ vor einigen Monaten zurück. Die Teilnehmer wünschten sich Sitz- und Spielgelegenheiten zwischen den Häusern und damit die Möglichkeit, sich im Freien zu treffen.

Die Fördertöpfe des Projekts Soziale Stadt machten es möglich: Diese Wünsche sind inzwischen in Erfüllung gegangen. Und so flaniert eine Gruppe von ungefähr 30 Interessierten, darunter Erster Stadtrat Martin Burlon, Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt sowie viele Mädchen und Jungen, den Fußweg am Kurt-Schumacher-Ring entlang. Diese Fußwegverbindung von der Frankfurter Straße, nördlich am Haus des Lebenslangen Lernens (HLL) vorbei, bis zum Tannenweg nutzen die Bewohner des Stadtteils häufig. „Eine wesentliche Zielsetzung des Freiraumkonzepts für Hirschsprung-Breitensee ist die Verbesserung der Erlebnisqualität der Grünflächen im Bereich Sudetenring und Kurt-Schumacher-Ring durch Schaffung von Spiel- und Sitzangeboten für Kinder und Jugendliche“, erklärt Martin Burlon. Die Umsetzung sei sehr gut gelungen.

Helen und ihre Freundin nehmen auf der Sitzbank am Kurt-Schumacher-Ring Platz. Dieses öffentliche Möbelstück ist weit mehr als lediglich eine einfache Sitzgelegenheit, denn durch die großen Federn an der Verankerung wird die Pause für die Sechstklässlerinnen zum Erlebnis. Schnell kommen andere Kinder aus dem Viertel dazu und schaukeln mit den beiden Mädels auf der Bank herum.

300. Sprendlinger Kerb: Tanz übers Feuer

Für 50.000 Euro sind zwei Balancierparcours, zwei Wackelbänke, eine Wellenbank, ein Drehsitzpodest und ein sogenanntes „Lümmelblatt“ entstanden. An vier Stellen wurden bunte Sitzwürfel installiert. Die Stadt Dreieich beteiligte sich mit 44 Prozent, also mit 22.000 Euro, an den Kosten. Der Rest kommt aus dem Bund-Länder-Fördertopf. „Das ist eine Investition, die sich gelohnt hat“, zeigt sich auch Bettina Schmitt begeistert. „Hier ist so viel Grün zwischen den Häusern, es ist so schön, das ist echt ein Geschenk. Jetzt haben wir die Aufenthaltsqualität noch weiter verbessert.“

Unterstützt wird die Aktion von der Nassauischen Heimstätte: Sie stellte ihre Grundstücke zur Verfügung und übernimmt die Unterhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht für Geräte und Sitzmöglichkeiten. Parallel dazu wurde über den Stadtteilfonds das Projekt „Kunst am Zaun“ gefördert. Unter Anleitung der Künstlerin Janine Makris-Gregor haben Kinder aus dem Quartier Kunstwerke geschaffen, die jetzt den bislang etwas faden Zaun entlang des HLL und an der Kindertagesstätte Kurt-Schumacher-Ring schmücken. Und so finden die Kunstwerke bei der Begehung viele Bewunderer. (es)

Bilder: Auftakt der 300. Sprendlinger Kerb

Kommentare