Am 17. November wird eröffnet – inklusive einer Filiale der Metzgerei Dey

Tegut lässt sich in Karten schauen

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Im noch kahlen Verkaufsraum stellen Tegut-Vertreter die Details zum neuen Einkaufsmarkt an der Ecke Frankfurter-/Fichtestraße vor. Das Bild zeigt (von links) Michael Kercher (Agentur 12 Löwen), Stella Kircher, Martina Becker (beide Tegut), die städtische Citymanagerin Karen Kremer, Per Mikkelsen (Tegut) und Bürgermeister Dieter Zimmer.

Sprendlingen - Der 17. November wird ein guter Tag für jene Sprendlinger, die seit dem Auszug von Rewe aus den Räumen an der Ecke Frankfurter-/Fichtestraße Anfang des Jahres ihren täglichen Bedarf nicht mehr vor der Haustür decken können. Von Cora Werwitzke

Tegut ist dabei, die Immobilie herzurichten. Vor der Neueröffnung tritt das Handelsunternehmen bereits am 3. Oktober als Hauptsponsor des Stadtfests in Erscheinung. Im Frühjahr unterzeichnete Tegut den Vertrag – so lange ist bereits klar, dass die Nahversorgungslücke in Sprendlingen geschlossen wird. Inzwischen kann Per Mikkelsen, bei Tegut für die Nahversorgermärkte im Bezirk zuständig, mehr Details bekannt geben. So wird der Laden ab Mitte November von 7 bis 22 Uhr geöffnet sein. Als Metzgerei holt sich Tegut die in der Stadt ansässigen Fachleute von Feinkost und Metzgerei Dey ins Geschäft. Außerdem kündigen die Vertreter des Handelsunternehmens an, sich in die Stadtgesellschaft einbringen zu wollen, indem sie auf verschiedenen Wegen mit Vereinen kooperieren.

Noch sieht es im künftigen Verkaufsraum nach Baustelle aus. Viele frei verlaufende Kabel zeugen von der Arbeit, die noch vor dem Unternehmen liegt. „Wände haben wir schon herausgerissen, der Boden und die Decke müssen noch gemacht werden“, skizziert Mikkelsen den Stand der Dinge. Wie berichtet vergrößert Tegut die Fläche um die zuvor benachbarte Spielhalle und die Imbissstube. So verfügt der Laden ab November über 800 Quadratmeter (zuvor 680) und noch mal etwa die gleiche Fläche an Lager- und Büroräumen. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren. Insgesamt investiert Tegut nach eigenen Angaben einen hohen sechsstelligen Betrag in Umbau und Erweiterung. Neben diesen Arbeiten beschäftigt die Unternehmensvertreter die Personalsuche. „Wir sind mitten im Einstellungsprozess“, berichtet Mikkelsen. Zwischen 15 und 20 Mitarbeiter werden in der Sprendlinger Filiale gebraucht. Dabei setzt man nach Angaben des Bezirksverantwortlichen auf eine Mischung aus erfahrenem und neuem Personal.

Neue Leute braucht auch die Metzgerei Dey. Durch den Standort im Tegut werden Geschäftsführerin Kirsten Fries und ihr Team wieder ein Standbein in Sprendlingen aufbauen. Ursprünglich in der Wingertstraße ansässig, musste der Familienbetrieb, der auch in Götzenhain eine gut funktionierende Filiale betreibt, vor rund eineinhalb Jahren in Sprendlingen schließen. Der Laden war nach den Worten von Fries zu weit ab vom Schuss. Insofern freut sie sich auf einen vielversprechenden Neustart im Tegut. Dort werden ihre Mitarbeiter neben Wurst- und Fleischwaren auch Antipasti und Käse anbieten.

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Als regionale Spezialität im künftigen Sortiment nennt Mikkelsen ansonsten Senf aus der in Offenthal gelegenen Manufaktur Kornmayer. „Weitere Kontakte zu regionalen Lieferanten bauen wir gerne auf“, fügt er hinzu. Aktuell ist das Unternehmen zum Beispiel noch auf der Suche nach einem Bäcker. Um auf sich aufmerksam zu machen, aber auch um seine Bereitschaft zu Engagement zu signalisieren, übernimmt Tegut zur Freude der Organisationsagentur 12 Löwen die Rolle des Hauptsponsors beim Stadtfest am 3. Oktober. Auf der „Tegut-Bühne“ in der Frankfurter Straße werden sich vor allem Vereine vorstellen und am Abend The Gypsys rocken. Vereine sind auch ein weiteres Stichwort in der Tegut-Marketingabteilung. Demnach gibt es für Vereine mit der Großkundenkarte drei Prozent Rabatt auf den Einkauf. „Außerdem wollen wir jeden Samstag – dem Haupteinkaufstag – einem Verein die Möglichkeit geben, sich bei uns vorzustellen“, kündigt Mikkelsen an.

Generell hat Tegut schon lange vorgehabt, in Dreieich Fuß zu fassen. Einzig ein passender Standort hat gefehlt. „Als es in Offenthal um die Nahversorgung ging, haben wir schon angeklopft und bei der Neuen Mitte ebenfalls“, erläutert Martina Becker vom Tegut-Expansionsbüro. Die nächste Filiale ist in Langen gelegen. Sollte die Entwicklung beim Projekt Neue Mitte voranschreiten, schließt Becker nicht aus, dass Tegut sich auch dort um einen weiteren Standort bemüht.

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