Tierquälerei in Dreieich

Kater an die Wand geschlagen

Auf dem Weg der Besserung: Kater Bernhard.
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Auf dem Weg der Besserung: Kater Bernhard. p

Dreieich - Häusliche Gewalt trifft meistens Frauen und Kinder. In diesem Fall war ein Tier das Opfer. Evelin Bohlscheid, Vorsitzende des Vereins Tierhilfe aktiv, ist entsetzt über das Ausmaß an Gewalt, das Kater Bernhard erleiden musste. Er wurde an die Wand geschmettert.

Bohlscheid schildert: „Am Freitag, 10. April, früh morgens rief die Besitzerin eines einjährigen Katers in einer Tierarztpraxis an. Ihr lieber, sanfter Kater hatte sie in einer Stresssituation leicht gebissen. Sie selbst hatte damit kein Problem, doch ihr Freund zögerte keinen Moment und schlug ihn mit voller Wucht an die Wand. Die Besitzerin wusste, dass der Kater tierärztliche Hilfe braucht und wollte ihn in die nächstgelegene Tierarztpraxis bringen. Allerdings kann sie keine Behandlung und auch keine Operation bezahlen, da sie Hartz IV-Empfängerin ist. Man schlug ihr vor, den Kater abzugeben, um ihn einer solchen Situation künftig nicht mehr auszusetzen.“ Das Tierheim Dreieich habe der Frau gesagt, man könne das Tier mit diesen Verletzungen nicht aufnehmen.

Deshalb sei der Verein eingesprungen. Am 13. April wurde der Unterschenkelbruch des Katers operiert. „Wir denken, dass er bald wieder richtig laufen kann“, sagt die Vorsitzende. Die Operation kostet nach ihren Worten mehr als 800 Euro plus Vor- und Nachsorge. Neben der Tierhilfe aktiv hat sich der Tierschutzverein Langen/Egelsbach finanziell beteiligt. Spenden sind hochwillkommen. (Volksbank Dreieich, IBAN: DE96 5059 2200 0004 5778 50, BIC: GEN0DE51DRE, Tierhilfe aktiv, Stichwort OP Bernhard). Zudem wird ein Zuhause für den Kater gesucht (Kontakt: 0157/89612564). (fm)

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