Auftrag vergeben

Sportplatzpflege: Verzicht auf Glyphosat

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Symbolbild

Dreieich - Im September 2015 hatten die Grünen den Magistrat aufgefordert, bei der Pflege städtischer Sportanlagen auf den Unkrautvernichter „Roundup“ zu verzichten.

Das Mittel enthält Glyphosat, das viele Forscher als krebserregend einstufen und über dessen weitere Zulassung in der EU seit Monaten gerungen wird. Acht Monate später hat der Magistrat reagiert, weil weder in der Wissenschaft noch in der Politik eine „einheitliche Linie erkennbar ist“. Die Stadtregierung hat die Pflegearbeiten für die städtischen Sportanlagen jüngst erneut an eine Frankfurter Firma vergeben – mit der ausdrücklichen Maßgabe, Unkraut auf Hartplätzen, Laufbahnen, Wegen und Tribünen ohne Glyphosat zu beseitigen. Der Auftrag umfasst neben dem Vertikutieren, Besanden und Düngen der Rasenplätze auch Instandsetzungsarbeiten schadhafter Rasenflächen sowie die Unkrautvernichtung.

Die Fachfirma wird laut einer Mitteilung aus dem Rathaus ein Mittel mit dem Wirkstoff Propyzamid einsetzen, das im Anwendungszeitraum von November bis März auf die Anlagen gestreut wird und ein Auskeimen von Gräsern und Unkrautsamen verhindern soll. Dabei handele es sich um einen der wenigen bekannten Unkrautvernichter ohne Glyphosat. Allerdings werde dadurch nicht das gesamte „Unkrautspektrum“ abdeckt. Deshalb sei ein erhöhter Personaleinsatz nicht auszuschließen, um dem Unkraut mit Abflammgerät oder Infrarotstrahlung den Garaus zu machen.

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fm

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