Fest auf dem Lindenplatz

Vorfreude auf Kerb in Sprendlingen ist riesengroß

+
Bei der Vorkerb auf dem Lindenplatz stellten sich auch die Kerbborschen vor, die es kaum noch erwarten können, dass es am 12. August endlich losgeht.  

Sprendlingen - Der Lindenplatz platzt schier aus allen Nähten. Jede Bierbank ist besetzt. Vor den vier Getränke- und Essensständen scharen sich die Menschen und auf der Bühne zeigen die Fab Five, dass sie zu fünft so gut sind wie einst die berühmten Fab Four, die Beatles, zu viert. Die Vorkerb weckt so richtig Vorfreude auf das Jubiläumsfest im August. Von Enrico Sauda 

Die Band spielt auf einer Bühne, die nicht wie früher vor der Kirche aufgebaut ist, sondern vor dem Eingang der Gaststätte „Zur blauen Blume“. Damit erhalten die Macher den Charme des Platzes. Ein ganz neues, heimeligeres Ambiente entsteht. „Wir haben auch zum ersten Mal eine Weinbude hier“, sagt Peter Held vom Kerbteam, das die Vorkerb auf die Beine gestellt hat. Es dauert zwar noch einen Monat, bis die 300. Sprendlinger Kerb vom 12. bis 16. August steigt, doch weil es in diesem Jahr eine besondere ist, feiern die Kerbborschen und das Kerbteam schon einmal vor. Und das richtig gut. „Wir gehen davon aus, dass heute Abend mehr als 1 000 Besucher auf dem Lindenplatz waren“, freut sich Held. „Wir sind super glücklich.“ Doch nicht nur mit der Anzahl der Gäste zeigen sich die Macher an diesem langen Samstagabend zufrieden, sondern auch mit der Zahl der Helfer. „Heute waren fast 60 Leute da, um beim Aufbau mit anzupacken“, lobt Held. „Das ist echt gut.“

Kein Fleck blieb auf dem Lindenplatz frei, wo es sich die Besucher gut gehen ließen.

Doch warum wird einige Wochen vor dem ersten Sonntag nach dem 10. August, dem Namenstag des Heiligen Laurentius, schon so groß gefeiert? „Das ist ganz einfach“, erklärt Held. „In diesem Jahr sind wir nicht – wie sonst – zur Eröffnung hier, sondern auf dem Kerbplatz. Doch wir wollten den Lindenplatz nicht in Vergessenheit geraten lassen.“ Es soll ein lautes und deutliches „Hallo“ sein, „dass es in gut vier Wochen endlich losgeht mit der Kerb“. Der Zeitpunkt dafür hätte besser nicht sein können, nicht nur, weil das Wetter mitspielt. Es ist das letzte Wochenende vor den Sommerferien und noch sind alle da. „Es gibt ein weiteres Highlight. Wenn es dunkel ist, werden wir die Erasmus-Alberus-Kirche mit den Sprendlinger Farben in grün und rot anstrahlen“, verrät Held. Die Einnahmen, die an diesem Abend zusammenkommen, fließen alle in die 300. Ausgabe der Kerb.

„Die ist sehr teuer. Denn wir haben auch vor, 50 Fahnen an Laternenmasten zu hieven. Das kostet.“ Und die große Sause vor der Kirche sei die letzte Einnahmequelle vor der Kerb. „Das Geld können wir sehr gut gebrauchen, denn es fallen weitere Ausgaben beispielsweise für die Bands an“, zählt Held auf.

Sprendlinger Kerb-Frühschoppen: Bilder

Geld spült auch der „Club der 300“ in die Kassen. Wer diesem illustren Kreis von Kerbfreunden beitreten möchte, ist mit einer Spende von mindestens 50 Euro dabei. „Wir haben jetzt fast die 300 erreicht, uns fehlen noch zehn Leute.“ Enttäuscht zeigt sich Held aber trotzdem nicht. Denn noch immer können sich Interessierte anmelden. „Die kommen dann aber nicht mehr mit Bild in unsere Kerbzeitung, die diese Woche in den Druck geht.“ Das Tolle daran, Mitglied im „Club der 300“ zu sein, beschreibt Held so: „Du unterstützt die Sprendlinger Kerb.“ Deshalb ist er optimistisch, „dass wir die 300 noch voll bekommen. Davon bin ich überzeugt“. Am kommenden Wochenende wird am Lindenplatz erneut gefeiert – dann beim Hooschebaafest der Sprendlinger Turngemeinde.

Kommentare