An der Weibelfeldschule geht die Umgestaltung des Schulhofs weite

Längst keine Betonwüste mehr

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Die Pläne für die weitere Umgestaltung des Schulhofs präsentieren (von links) Anna Bartsch, Schulleiter Gerhard Kemmerer, Klaus Laue, Roman Tobisch, Sonja Roy und Peter Thomas. Im Hintergrund werden derweil die letzten Steinblöcke gesetzt.

Dreieich - Die Umgestaltung des Außengeländes der Weibelfeldschule geht weiter. In diesen Tagen sind Bagger angerückt, um die dritte Ausbaustufe anzugehen. Nach den Sommerferien können sich die Schüler auf eine Sitzarena freuen. Von Holger Klemm 

Seit den 70er Jahren präsentierte sich der Schulhof der Gesamtschule als Betonwüste mit wenig Grün und wenigen Spiel- und Sitzgelegenheiten. Zu dem Verständnis einer gesunden Schule passte das schon lange nicht mehr. Der Kreis verfügte jedoch über keine Mittel, nach der Sanierung der Schule auch das Außengelände umzugestalten. Schließlich setzte sich eine Gruppe aus Eltern, Lehrern, Förderverein und Schulelternbeirat zusammen, um das Vorhaben mit eigener Kraft zu schaffen. Das Motto lautet „Schulhof in Bewegung“. Um die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, wurden Spendenläufe organisiert und Spenden gesammelt. Hinzu kam die Unterstützung durch Stiftungen. Auch durch Eigenarbeit wurden die Kosten gesenkt. In den beiden vergangenen Jahren entstanden ein Niedrigbalancierpfad, ein großes Seilnetzklettergerät und eine Kräuterspirale. Truhen für die Pausenspiele wurden angeschafft. In Eigeninitiative bauten Eltern und Lehrer mehrere Sitzgelegenheiten (Bänke und Podeste aus Holz) und ein Chillnetz. „Wir sind überaus zufrieden“, freut sich Peter Thomas vom Schulhofteam. Alle Neuerungen kommen bei den Schülern sehr gut an.

Nun geht es weiter: In diesem Sommer investiert die Gruppe die 18.000 Euro, die beim Spendenlauf im vergangenen Herbst erlaufen wurden, und Reste aus dem Vorjahr in die dritte Ausbaustufe. Die Landschaftsarchitektin Cornelia Bertuleit aus Nidderau hat eine Sitzarena für den Hang zwischen der Sporthalle und dem Sportplatz entworfen. Natursteinblöcke, die in drei Höhenstufen angeordnet werden, bieten bis zu 75 Zuschauern Platz. Zum Schulhof hin kann bei Bedarf eine Spielfläche für Theater, Präsentationen oder Konzerte abgeteilt werden. Zwischen vier Metallpfosten mit Ösen können Seile gespannt werden – für Tücher als Kulisse. „Die Sitzstufen am Hang sind so tief, dass dort auch Musiker wie auf einer Bühne spielen können. Dann sitzen die Zuschauer auf Bänken im Schulhof“, erläutert Thomas. Die Sitzarena eigne sich aber auch als „grünes Klassenzimmer“ für den Unterricht im Freien oder als Treffpunkt in den Pausen. Wie im Jahr 2014 hat eine Baufirma aus Maintal die Ausschreibung gewonnen.

Bilder: Abiball der Weibelfeldschule aus Dreieich

Zur offiziellen Einweihung ist ein kleines Kulturprogramm am Freitag, 16. September, um 18 Uhr geplant. Neben Auftritten der Musikgruppen der Schule wird die Fachschaft Darstellendes Spiel die Bühne in Betrieb nehmen. Erwartet wird Erster Stadtrat Martin Burlon. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Das Schulhofteam freut sich zudem über eine Spende von Fraport in Höhe von 5000 Euro. Mit dem Geld soll unter anderem oberhalb der Sitzarena ein Baum als Schattenspender gepflanzt werden. Wie bereits vor zwei Jahren ist im Herbst ein Aktionstag von Eltern und Schülern geplant, um die gespendeten Pflanzen auf dem Gelände zu verteilen und den Schulhof noch grüner werden zu lassen.

Es gibt noch weitere Wünsche. Thomas nennt die Erweiterung der bislang zu kleinen Fläche vor der Cafeteria und zusätzliche Sonnenschirme. Dieser Bereich könnte für den Unterricht ebenfalls im Freien genutzt werden. Dafür gebe es aber bislang keine Gelder. „Wir haben alle unsere Spenden ausgegeben“, so Thomas. Es müsste also erst einmal wieder gesammelt werden, um die Umgestaltung weiter fortsetzen zu können.

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